15 February 2026, 10:18

Ulmer Narren übernehmen symbolisch das Rathaus bis Faschingsdienstag

Ein Mann in einem Kostüm steht auf einem dekorierten, beleuchteten Festwagen in einem Stadtumzug, mit einem Gebäude mit Fenstern und Geländern im Hintergrund.

Ulmer Narren übernehmen symbolisch das Rathaus bis Faschingsdienstag

Ulm hat ein neues "Regierungsoberhaupt" – zumindest vorerst: die Narren

Während der diesjährigen Fasnachtsfeierlichkeiten hat die Stadtführung die Macht an die Ulmer Narren abgegeben – und das bis zum Faschingsdienstag. Der symbolische Machtwechsel folgte einem Tag voller spielerischer Herausforderungen und bunter Kostüme, an dem selbst der Oberbürgermeister mitmachte.

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Den Auftakt bildeten Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Neu-Ulms Bürgermeisterin Katrin Albsteiger, die sich in aufwendige Verkleidungen warfen. Ansbacher präsentierte sich als "Super Martin", während Albsteiger als Prinzessin Peach auftrat. Gemeinsam mit den Narren feierten sie ausgiebig mit.

Die beiden Stadtoberhäupter mussten sich einer Reihe humorvoller Prüfungen stellen – vom Limbo-Tanz über das Bauen menschlicher Pyramiden bis hin zu kniffligen Fragen. Trotz aller Bemühungen gaben sie schließlich den Forderungen der Narren nach. Am Ende des Tages übernahmen die Ulmer Narren offiziell das Rathaus.

Die Machtübernahme markiert einen vorübergehenden Rollentausch, bei dem die Narren bis zum Faschingsdienstag das Sagen haben. Zwar ist diese Tradition nicht historisch belegt, doch sie hat sich zu einem lebendigen Bestandteil der Ulmer Fasnacht entwickelt.

Bis zum Ende der Feierlichkeiten bleibt das Rathaus in der Hand der Narren. Beamte und Teilnehmer gaben sich ganz dem ausgelassenen Festtreiben hin. Mit dem Faschingsdienstag kehrt dann die Kontrolle wieder an die Stadtverwaltung zurück.