Ukrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für mehr deutsche Investitionen trotz Kriegsfolgen
Heinz-Josef ZirmeUkrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für mehr deutsche Investitionen trotz Kriegsfolgen
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, besuchte diese Woche Krefeld, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu stärken. Während seines Aufenthalts führte er Gespräche mit lokalen Verantwortlichen und Wirtschaftsvertretern über Investitionsmöglichkeiten in der Ukraine.
Im Rahmen des Besuchs traf Makeiev mit Oberbürgermeister Frank Meyer zusammen, der den ungebrochenen Freiheitswillen der Ukrainer würdigte. Meyer äußerte sich während der Eintragung des Botschafters ins Goldene Buch der Stadt im Rathaus – ein Zeichen für den offiziellen Charakter des Besuchs.
Der Botschafter thematisierte zudem die anhaltende Zerstörung ukrainischer Kraftwerke und schilderte die schweren Folgen für die Zivilbevölkerung, darunter auch seine eigene Mutter. Später lobte er die deutschen Medien für ihre umfassende Berichterstattung über die Kriegsauswirkungen. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und ukrainischer Honorarkonsul, rief deutsche Unternehmen dazu auf, ihr Engagement im Land auszubauen. Aktuell ist Knauf mit einem Werk in Kiew und 420 Beschäftigten sowie zwei weiteren im Bau befindlichen Standorten in der Westukraine größter deutscher Investor vor Ort. Die deutschen Exporte in die Ukraine belaufen sich jährlich auf rund 4,6 Milliarden Euro.
Ziel des Besuchs war es, die Handelsbeziehungen zu vertiefen und weitere deutsche Wirtschaftsaktivitäten in der Ukraine anzuregen. Angesichts des anhaltenden Krieges und der zerstörten Infrastruktur bleibt wirtschaftliche Unterstützung ein zentraler Baustein für den Wiederaufbau des Landes.
