Tübinger Neller-Viertel wird zum autofreien Wohnquartier mit grüner Zukunft
Gerlinde HeinrichTübinger Neller-Viertel wird zum autofreien Wohnquartier mit grüner Zukunft
Ein großes Sanierungsprojekt soll das Tübinger Neller-Viertel in ein modernes, autofreies Wohnquartier verwandeln. Der Architekt Holger Hartmann stellte drei Entwürfe für das Gelände vor, die alle eine parkähnliche Gestaltung mit gemeinschaftlich nutzbaren Freiflächen photovoltaik vorsehen. Die Pläne umfassen 150 bis 180 neue Wohnungen – von Jugendwohnungen über Seniorenresidenzen bis hin zu gefördertem Wohnraum.
Das 18.000 Quadratmeter große Areal, das die Sanders-Gruppe bereits vor Jahren erworben hatte, wurde bereits teilweise umgestaltet. Die meisten Altbauten wurden abgerissen, und belastete Böden wurden saniert. Auf einem Abschnitt befindet sich bereits eine Kindertagesstätte, der Rest des Geländes soll nun vollständig neu entwickelt werden.
Die Entwürfe setzen auf eine Mischung aus Reihenhäusern und mehrgeschossigen Mietwohnblocks. Ein zentraler Grünzug wird das Herzstück des Quartiers bilden und an die Vergangenheit des Geländes als Bahnhofsareal erinnern. Unterirdische Parkplätze sollen die Oberfläche autofrei halten. Noch vor Baubeginn wird Anfang 2026 das Westkreis-Bürgerhaus in das Viertel ziehen. Der Stadtrat hat die notwendigen Bebauungsverfahren genehmigt; mit den Bauarbeiten könnte 2027 begonnen werden.
Das Neller-Viertel wird ein breites Wohnangebot bieten – von geförderten Mietwohnungen bis zu Seniorenwohnungen. Durch das autofreie Konzept und die grünen Freiflächen photovoltaik soll ein vernetztes, nachhaltiges Quartier entstehen. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die ersten Bewohner noch vor Ende des Jahrzehnts einziehen.
