14 January 2026, 13:03

Thyssenkrupp streicht 11.000 Stellen und beendet Liefervertrag mit HKM bis 2032

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern an einer großen Maschine, umgeben von Leitern und Stangen, mit "Cadillac Steel Works" unten.

Thyssenkrupp's Steel Unit Starts Harsh Restructuring - Thyssenkrupp streicht 11.000 Stellen und beendet Liefervertrag mit HKM bis 2032

Thyssenkrupp Steel streicht 11.000 Stellen im Rahmen eines umfassenden Umstrukturierungsplans. Das Unternehmen kündigte zudem an, den Liefervertrag mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) bis Ende 2032 zu beenden. Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund sinkender Stahlnachfrage und niedriger Marktpreise.

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Durch die Stellenstreichungen reduziert sich die Belegschaft von derzeit etwa 27.000 auf 16.000 Beschäftigte. Die Abbaumaßnahmen sollen über freiwillige Aufhebungsverträge, Ausgliederungen von Unternehmensbereichen und Personalanpassungen bei Tochterfirmen erfolgen. Ein mit der IG Metall geschlossener Tarifvertrag bleibt bis September 2030 in Kraft, um den Übergang sozialverträglich zu gestalten.

Die Gewerkschaft stimmte schwierigen Konditionen zu, um sowohl den Beschäftigten als auch dem Unternehmen Planungssicherheit zu geben. Abfindungsregelungen und betriebliche Anpassungen wurden ausgehandelt, um die Folgen der Entlassungen abzufedern.

Auch die Produktionskapazität wird von jährlich 11,5 Millionen Tonnen auf 8,7 bis 9 Millionen Tonnen sinken. Nach der Restrukturierung will das Unternehmen seine Position auf dem wettbewerbsintensiven europäischen Stahlmarkt stärken.

HKM, ein Joint Venture, an dem Thyssenkrupp mit 50 Prozent beteiligt ist – neben Salzgitter (30 Prozent) und Vallourec (20 Prozent) –, verliert damit bis Ende 2032 seinen Liefervertrag mit Thyssenkrupp Steel.

Die Umstrukturierung wird die Geschäftsaktivitäten und die Belegschaft von Thyssenkrupp Steel in den kommenden zehn Jahren grundlegend verändern. Mit weniger Mitarbeitenden und geringerer Produktion will das Unternehmen sich den Markt Herausforderungen anpassen und gleichzeitig eine führende Rolle in der europäischen Stahlindustrie behalten.