25 December 2025, 14:19

Thyssenkrupp kämpft mit Verlusten – kann die Umstrukturierung die Aktie retten?

Ein Auto mit Text darunter, wahrscheinlich ein Zitat, in einem bearbeiteten Bild.

Thyssenkrupp kämpft mit Verlusten – kann die Umstrukturierung die Aktie retten?

Thyssenkrupp steht vor einer schwierigen finanziellen Zukunft, während die Thyssenkrupp Aktie bei knapp über 9 Euro verharrt. Das Unternehmen hat für das laufende Geschäftsjahr einen deutlichen Verlust angekündigt, ohne dass mit nennenswertem Umsatzwachstum in Europa zu rechnen ist. Anleger beobachten nun genau, ob die geplanten Umstrukturierungen die Wende bringen können.

Der Industriekonzern verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr in den meisten Sparten schwache Ergebnisse. Lediglich der Marinebereich TKMS (Thyssenkrupp Marine Systems) konnte ein Umsatzplus verbuchen, während Material Services, Steel Europe, Automotive Technology und Decarbon Technologies rückläufige Erlöse meldeten. Einziger Lichtblick war Decarbon Technologies, das ein positives operatives Ergebnis vorlegte.

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Die größten Herausforderungen bleiben die Automobil- und Stahlsparten. Steel Europe durchläuft derzeit eine tiefgreifende Restrukturierung im Rahmen einer Vereinbarung mit der IG Metall bis Dezember 2025, die 11.000 Stellenstreichungen und Kostensenkungen vorsieht. Gleichzeitig zielt die neue Unternehmensstrategie "ACES 2030" darauf ab, Thyssenkrupp in eine Finanzholding umzuwandeln. Dazu gehört auch, Mehrheitsbeteiligungen an eigenständigen Geschäftseinheiten zu halten – darunter der geplante Börsengang von TKMS im Oktober 2025.

Trotz dieser Maßnahmen rechnet das Unternehmen im aktuellen Geschäftsjahr mit einem Verlust zwischen 400 Millionen und 800 Millionen Euro. Analysten betonen, dass der Weg zur Erholung ungewiss bleibt, da mehrere Faktoren das Wachstumspotenzial belasten.

Die weitere Entwicklung des Aktienkurses hängt nun maßgeblich vom Erfolg der Umstrukturierung und der Rückkehr in wachstumsstarke Märkte ab. Ob es Thyssenkrupp gelingt, die Finanzen zu stabilisieren, wird sich an der Umsetzung des "ACES-2030-Plans", dem TKMS-Börsengang und den Einsparungen bei Steel Europe entscheiden. Vorerst bleibt der Kurs Euro jedoch unter Druck – und notiert weiterhin nahe der 9-Euro-Marke.