Thyssenkrupp-Arbeiter protestieren gegen Dividendenpläne und fordern Jobgarantien
Gotthold UllmannThyssenkrupp-Mitarbeiter fordern Dividendenverzicht - Thyssenkrupp-Arbeiter protestieren gegen Dividendenpläne und fordern Jobgarantien
Arbeiter der Bundesagentur für Arbeit des Thyssenkrupp-Stahlwerks HKM in Duisburg haben vor der Hauptversammlung des Konzerns mit Protesten gegen die Unternehmensführung demonstriert. Sie fordern mehr Arbeitsplatzsicherheit und einen Stopp der geplanten Dividendenausschüttungen. Die Kundgebungen folgen auf monatelange ergebnislose Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag.
Die Belegschaft lehnt den vorgeschlagenen Dividendenvorschlag von 15 Cent pro Aktie entschieden ab – eine Ausschüttung, die Aktionären rund 93 Millionen Euro einbringen würde. Die Arbeiter argumentieren, dass Gewinne nicht über das Wohl der Beschäftigten gestellt werden dürften. Viele fürchten um ihre Jobs und bestehen darauf, dass mögliche Stellenabbaumaßnahmen sozialverträglich gestaltet werden müssen.
Die Gewerkschaft IG Metall wirft Thyssenkrupp vor, die Belegschaft gleichgültig zu behandeln. Gewerkschaftsvertreter halten die geplante Dividendenzahlung für einen wirtschaftlichen Fehler, der ein fatales Signal sende. Die Arbeiter fordern die Aktionäre auf, vollständig auf die Auszahlung zu verzichten.
Die Verhandlungen über den Sozialtarifvertrag ziehen sich seit Monaten ohne Ergebnis hin. Die Proteste spiegeln die wachsende Verärgerung der Beschäftigten wider, die Arbeitsplatzsicherheit über finanzielle Renditen stellen wollen. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen stehen faire Behandlung und die Zusage, Jobs zu schützen, bevor Investoren belohnt werden.
Der Konflikt offenbart die tiefen Spannungen zwischen Belegschaft und Konzernführung. Die Arbeiter bleiben entschlossen, die Dividende zu blockieren und stärkere Schutzmaßnahmen durchzusetzen. Das Ergebnis der Hauptversammlung wird voraussichtlich den weiteren Verlauf dieser anhaltenden Auseinandersetzung prägen.
