18 February 2026, 14:31

TH Köln entwickelt dezentrale Cloud-Lösungen für mehr Datensouveränität im Mittelstand

Ein Informationsschild, Gebäude, ein Schuppen, Bäume, Stromkabel und ein bewölkter Himmel.

TH Köln entwickelt dezentrale Cloud-Lösungen für mehr Datensouveränität im Mittelstand

Neues Forschungsprojekt der TH Köln: Dezentrale Cloud-Lösungen für mehr Datensouveränität im Mittelstand

Ein neues Forschungsvorhaben an der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) widmet sich den Herausforderungen, vor denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Einführung von Cloud-Diensten stehen. Unter dem Namen DREAM zielt die Initiative darauf ab, dezentrale Lösungen zu entwickeln, die die Datensouveränität und -sicherheit von KMU verbessern. Aktuell nutzen weniger als 40 Prozent der deutschen Unternehmen Cloud-Technologien – vor allem wegen Bedenken hinsichtlich der Kontrolle und des Schutzes ihrer Daten.

Das DREAM-Projekt läuft bis Oktober 2028 und wird mit rund 1,28 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Geleitet wird es von Prof. Dr. Hoai Viet Nguyen und Prof. Dr. Matthias Böhmer an der TH Köln, einer Hochschule mit über 21.000 Studierenden und Forschenden aus dem In- und Ausland. Ihr Team erforscht dezentrale Softwarearchitekturen, die Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten ermöglichen sollen.

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An der Kooperation sind vier Partner beteiligt: die TH Köln, die HK Business Solutions GmbH, die Justus-Liebig-Universität Gießen und die luckycloud GmbH. Gemeinsam entwickeln sie praktische Werkzeuge, Leitfäden und Demonstratoren, um KMU den Umstieg auf souveräne Cloud-Technologien zu erleichtern. Diese Ressourcen werden allen Unternehmen kostenfrei zur Verfügung stehen, die sichere und unabhängige Cloud-Lösungen einführen möchten.

Cloud-Infrastrukturen bieten KMU zwar neue Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und Skalierung, doch viele zögern noch – vor allem wegen Risiken in den Bereichen Cybersicherheit, Datenschutz und Abhängigkeit von externen Anbietern. Das Projekt will diese Hürden abbauen, indem es Alternativen schafft, die Daten in der Hand der Unternehmen belassen.

Die Ergebnisse des Projekts, darunter Softwaretools und Best-Practice-Leitfäden, werden öffentlich zugänglich gemacht. Dadurch könnten die Einstiegshürden für KMU gesenkt und gleichzeitig die Einhaltung strenger Datensouveränitätsstandards sichergestellt werden. Gelingt die Initiative, könnte dies die Verbreitung dezentraler Cloud-Lösungen in der deutschen Wirtschaft vorantreiben.