Stögers magischer Freistoß beendet 26-spielige Torflaute in seinem 200. Bundesliga-Spiel
Gerlinde HeinrichStögers magischer Freistoß beendet 26-spielige Torflaute in seinem 200. Bundesliga-Spiel
Kevin Stöger beendete seine lange Torflaute mit einem spektakulären Treffer für Borussia Mönchengladbach. Sein atemberaubender Freistoß besiegelte am 13. März einen 2:0-Sieg gegen den FC St. Pauli. Es war sein erstes Tor nach 26 Spieltagen ohne Erfolg – und das in seinem 200. Bundesliga-Auftritt.
Noch zu Saisonbeginn hatte Stöger mit Kritik zu kämpfen: langsames Spiel und ungenaue Pässe prägten seine Leistungen. Gerüchte über einen Wechsel im Winter machten die Runde. Doch durch harte Arbeit und Entschlossenheit kämpfte er sich zurück in die Startelf.
Sein Comeback umfasste auch einen Rückzug aus den sozialen Medien, was ihm zu mehr Konzentration verhalf. Vor dem Spiel gegen St. Pauli hatte er lediglich eine Vorlage vorzuweisen und rangierte mit seiner Form. Beim 1:4 gegen den FC Bayern München am 6. März verbuchte er gerade einmal einen Zweikampf und einen Torschuss.
Doch gegen St. Pauli glänzte er: Sein Freistoß – vom gegnerischen Trainer Alexander Blessin als "absolut wunderschön" bezeichnet – beendete eine dreijährige Durststrecke ohne direkt verwandelten Standardsituation für den Verein. Der letzte solche Treffer datierte aus dem Dezember 2020. Stöger hatte unermüdlich mit einem Co-Trainer trainiert, selbst nach schwachen Einheiten, und vertraute darauf, dass sich seine Technik auszahlen würde.
An diesem Abend steuerte er zudem drei Torschüsse bei – zwei davon auf das Tor – und provozierte zwei Fouls. Eine Leistung, die Zweifel zum Verstummen brachte und seine Widerstandsfähigkeit unterstrich.
Das Tor gibt Stöger nach einer schwierigen Saison neuen Selbstvertrauen. Sein 200. Bundesliga-Spiel hat nun einen unvergesslichen Höhepunkt. Für Mönchengladbach bedeutet der Sieg und seine verbesserte Form einen wichtigen Aufschwung im weiteren Saisonverlauf.