Stefan Raabs RTL-Comeback enttäuscht trotz Millionen-Investitionen und hoher Erwartungen
Heinz-Josef ZirmeStefan Raabs RTL-Comeback enttäuscht trotz Millionen-Investitionen und hoher Erwartungen
RTL hat massiv in die Produktionsfirma von Stefan Raab investiert – mit einer garantierten Mindestproduktionssumme von 90 Millionen Euro. Der Sender setzte große Hoffnungen in sein Comeback und erhoffte sich dadurch einen Schub für die Abonnentenzahlen seiner Streaming-Plattform RTL .
Raabs erste Show, „Hier gewinnst du keine Million“, startete mit starkem Interesse und brachte tatsächlich neue Abonnements. Doch die Einschaltquoten sanken bald, besonders bei jüngeren Zuschauern. Im Mai setzte RTL die Sendung ab. Inga Leschek, Chefinhaltverantwortliche des Senders, kritisierte das hybride Format als schwer vermarktbar.
Auch seine zweite Show, „Die Stefan Raab Show“, hatte mit Schwankungen zu kämpfen – die Zuschauerzahlen lagen teilweise unter denen seiner früheren Formate. Dennoch zeigte sich RTL insgesamt zufrieden mit Raabs Arbeit und hob die hohe Medienreichweite und Resonanz beim Publikum hervor.
Hinter den Kulissen wachsen jedoch die Bedenken. Ein RTL-Mitarbeiter bestätigte interne Unzufriedenheit mit Raabs Leistungen und den Auswirkungen auf die Stimmung im Team. Der YouTuber Klengan behauptete zudem, schwache Werbeeinnahmen durch seine Shows hätten zu Entlassungen oder nicht verlängerten Verträgen im Unternehmen geführt.
RTL sollte eigentlich eine zentrale Säule der Senderstrategie werden, mit Raab als Zugpferd für neue Abonnements. Die garantierten 90 Millionen Euro spiegeln das anfängliche Vertrauen in seine Fähigkeit wider, die Plattform zu stärken. Doch die durchwachsenen Quoten seiner Formate werfen nun Fragen über die langfristigen Erfolge dieser Partnerschaft auf.
