STAWAG erkundet mit seismischen Messungen geothermisches Potenzial in Aachen
Gotthold UllmannSTAWAG erkundet mit seismischen Messungen geothermisches Potenzial in Aachen
STAWAG startet im Dezember 2025 mit seismischen Untersuchungen in der Region Aachen
Ab Anfang Dezember 2025 führt der Energieversorger STAWAG seismische Messungen in der Aachener Region durch. Ziel des Projekts ist die Erkundung des tiefengeothermischen Potenzials, um langfristig eine nachhaltigere und klimafreundlichere Wärmeversorgung zu ermöglichen. Anwohner haben die Möglichkeit, sich in bevorstehenden Informationsveranstaltungen über die Pläne zu informieren.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Identifizierung unterirdischer geologischer Formationen, die heißes Tiefenwasser speichern könnten. Besonders vielversprechend sind laut STAWAG die Devonkalksteine – devonische Kalkgesteine der Region. Diese weisen mit bis zu 14 Prozent eine hohe Porosität und Durchlässigkeit auf und eignen sich damit ideal für die geothermische Nutzung.
Die Feldarbeiten erstrecken sich über eine 39 Kilometer lange Route, die durch Würselen, Stolberg, Kornelimünster, Haaren, Aachen und Eschweiler führt. Mit Hilfe von Vibrationsfahrzeugen (Vibroseis-Trucks) werden über zwei bis drei Wochen unterirdische Strukturen kartiert. Anwohner müssen während dieser Zeit mit leichten Erschütterungen, Geräuschen und kurzen Verkehrsbehinderungen rechnen.
Vor Beginn der Messungen veranstaltet STAWAG zwei Informationsveranstaltungen – am 22. November in Stolberg und am 25. November in Aachen-Brand. Dabei wird auch ein originaler Vibroseis-Truck vor Ort zu sehen sein. Weitere Details, darunter die genauen Messrouten, sind auf der Website von STAWAG abrufbar.
Das Projekt soll die regionale Wärmeversorgung unabhängiger und erneuerbarer gestalten. Bei Erfolg könnte die Geothermie langfristig klimaneutrale Wärme für Haushalte in der Region liefern. Die Untersuchungen markieren einen wichtigen Schritt bei der Erschließung des unterirdischen Potenzials der Aachener Region.






