Solinger Wählerverband bremst Fronhof-Umbau: "Ohne Masterplan droht Geldverschwendung"
Heinz-Josef ZirmeSolinger Wählerverband bremst Fronhof-Umbau: "Ohne Masterplan droht Geldverschwendung"
Ein lokaler Wählerverband in Solingen hat Bedenken gegen die Pläne geäußert, den Fronhof schnell umzugestalten. Die Initiative SG zukunft kritisiert, dass der von Bündnis 90/Die Grünen vorgelegte Vorschlag an einer klaren Langzeitstrategie fehle. Ohne sorgfältige Planung, warnen sie, könnte das Projekt teuer und wirkungslos enden.
SG zukunft betont zwar, dass sie notwendige Sanierungsarbeiten am Fronhof unterstützt, große Investitionen aber erst später sinnvoll wären. Ihre Position lautet: Jede Neugestaltung müsse in einen übergeordneten, durchdachten Plan zur Belebung der Solinger Innenstadt eingebettet sein.
Die Skepsis der Gruppe rührt daher, dass es bisher keinen detaillierten Masterplan gibt. Sie bestehen darauf, dass Einzelmaßnahmen ohne ein stimmiges Gesamtkonzept die Gefahr bergen, öffentliche Gelder zu verschwenden. Entscheidungen sollten ihrer Meinung nach erst fallen, wenn der neu gegründete Innenstadtstab unter Leitung von Ralf Mersmann ein umfassendes Entwicklungskonzept für die Innenstadt vorgelegt hat.
Laut Stadtunterlagen ist Mersmann tatsächlich Vorsitzender des Innenstadtstabs, der künftige städtische Projekte koordinieren soll. SG zukunft argumentiert, dass übereilte Änderungen – noch bevor diese Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufnimmt – zu unzureichend abgestimmten Lösungen führen könnten.
Die Warnungen des Verbandes unterstreichen die Notwendigkeit eines strukturierten Vorgehens, bevor der Fronhof umgestaltet wird. Ihr Appell zu mehr Geduld deutet darauf hin, dass ein abgestimmter Plan statt schneller Ad-hoc-Lösungen den langfristigen städtischen Zielen Solingens besser dienen würde. Die nächsten Schritte dürften maßgeblich von den Empfehlungen des Innenstadtstabs abhängen.
