03 March 2026, 10:23

Solinger Streit um Uber: Vorwürfe der Intransparenz gegen Ordnungsamtsleiter

Eine belebte Stadtstraße mit Fahrzeugen, einem Geländer auf der linken Seite, Gebäuden, Pfählen, Lampen, Schildern und einigen Menschen unter einem bewölkten Himmel, mit einem Gebäude mit der Aufschrift "Capas Public".

Solinger Streit um Uber: Vorwürfe der Intransparenz gegen Ordnungsamtsleiter

Der Streit um die Aktivitäten von Uber in Solingen eskaliert zunehmend. Jan Welzel, der Leiter der öffentlichen Ordnung der Stadt, sieht sich nun scharfer Kritik an seinem Vorgehen ausgesetzt. Gegner werfen ihm vor, bei zentralen Entscheidungen notwendige Anhörungen und Transparenz umgangen zu haben.

Das Bürgerbündnis für Solingen (BfS) hat sich deutlich gegen Welzels Vorgehensweise ausgesprochen. Die Initiative behauptet, er habe Maßnahmen durchgedrückt, ohne relevante Ausschüsse einzubinden oder eine öffentliche Diskussion zuzulassen. Die Gruppe fordert von der Stadtverwaltung, was sie als einseitige und intransparente Entscheidungen bezeichnet, unverzüglich zu stoppen.

Auch Martin Bender, Vorsitzender des Ausschusses für Bürgerbeteiligung, Transparenz und Gleichstellung, hat Welzels Handeln scharf verurteilt. Er nannte es ein "Lehrbuchbeispiel für Intransparenz und Hinterzimmerpolitik". Bender plant nun, die Angelegenheit in der nächsten Ausschusssitzung aufzugreifen, um Welzels umstrittene Entscheidungen einer genaueren Prüfung zu unterziehen.

Der Konflikt hat mittlerweile eine größere politische Dimension angenommen. Es gibt Forderungen nach mehr Offenheit bei der Regelung von Ubers Rolle in der Stadt. Das BfS besteht darauf, dass künftige Entscheidungen unter Einbindung der Bürger und in voller kommunaler Transparenz getroffen werden müssen.

Von einer Beruhigung der Lage ist nichts zu spüren – im Gegenteil: Welzels Methoden stehen zunehmend in der Kritik. In der anstehenden Ausschusssitzung unter Benders Leitung sollen die umstrittenen Beschlüsse weiter untersucht und eine offenere Debatte angestoßen werden. Vorerst bleibt der Umgang der Stadt mit Uber ein Zankapfel, der grundsätzliche Fragen zu demokratischen Prozessen aufwirft.