Solingen-Ohligs ändert Baupläne: Langhansstraße bleibt im Sommer befahrbar
Heinz-Josef ZirmeSolingen-Ohligs ändert Baupläne: Langhansstraße bleibt im Sommer befahrbar
Pläne für die Sanierung der Langhansstraße in Solingen-Ohligs nach Protesten gegen Sommersperrungen komplett überarbeitet
Die ursprünglichen Pläne für die Modernisierung der Langhansstraße in Solingen-Ohligs wurden nach massiven Bedenken wegen möglicher Sommerbehinderungen grundlegend überarbeitet. Ursprünglich sollte die wichtige Verkehrsader für mehr als drei Monate während der Hauptreisezeit vollständig gesperrt werden. Nun setzt man auf ein neues Konzept, das die Erreichbarkeit beliebter Freizeitziele während der Bauarbeiten sicherstellen soll.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erneuerung der Strom- und Wasserleitungen entlang der Langhansstraße, einer der Hauptverbindungen in Ohligs. Die ursprüngliche Planung sah eine Vollsperrung ab Frühsommer vor – was bei Anwohnern und Verantwortlichen Alarm auslöste. Fachleute warnten, dass eine langanhaltende Sperrung zu massiven Verkehrsproblemen führen und Ohligs sogar in einen Notstand stürzen könnte.
Besonders betroffen wären die beiden beliebtesten Ziele der Region gewesen: die Ohligser Heide, ein weitläufiges Heidegebiet, und das Heide-Freibad. Beide hätten in der Hochsaison nicht erreicht werden können. Die Heide, auch als "grüne Lunge Solingens" bekannt, ist ein zentraler Treffpunkt für Familien und Spaziergänger, während das Freibad bei warmem Wetter zahlreiche Besucher anzieht. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und Spritpreise ist die lokale Naherholung für viele Menschen wichtiger denn je.
Bezirksbürgermeister Marc Westkämper begrüßte die Änderungen und bezeichnete die Neukonzeption als "kluge und bürgerfreundliche Entscheidung". Der überarbeitete Zeitplan verteilt die Bauarbeiten so, dass die Hauptreisewochen im Sommer ausgenommen werden. Dadurch bleiben die Heide und das Freibad ohne größere Umwege oder Verzögerungen erreichbar.
Die angepasste Planung verringert das Risiko von Verkehrschaos und sichert den Zugang zu Freizeitangeboten gerade dann, wenn die Nachfrage am höchsten ist. Die Arbeiten werden nun in Abschnitten durchgeführt, wobei Schulferien weitestgehend verschont bleiben. Die Änderungen gehen auf eine direkte Intervention von Oberbürgermeister Daniel Flemm zurück, der eine komplette Überprüfung des ursprünglichen Zeitplans angeordnet hatte.






