04 February 2026, 10:09

Solingen diskutiert Zukunft der evangelischen Kirchengebäude nach 2035

Ein altes Backsteingebäude, das als erste Baptistenkirche der Stadt identifiziert wurde, wird an einer Straßenecke renoviert, mit sichtbaren Fenstern, Laternen, Verkehrsampeln, Schildern, Bäumen, Fahrzeugen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Solingen diskutiert Zukunft der evangelischen Kirchengebäude nach 2035

Evangelische Kirche in Solingen plant umfangreiche Umstrukturierung ihrer Gebäude

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Die Evangelische Kirche in Solingen steht vor tiefgreifenden Veränderungen ihrer Immobilien. Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, lädt eine Informationsveranstaltung die Öffentlichkeit ein, darüber zu diskutieren, welche der 13 Kirchengebäude und 9 Gemeindezentren der Stadt über das Jahr 2035 hinaus genutzt werden sollen. Ziel der Veranstaltung ist es, Anregungen zur Neuausrichtung der künftigen Infrastruktur der Kirche zu sammeln.

Eine unter der Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter stehende Arbeitsgruppe hat bereits einen Katalog mit Vorschlägen erarbeitet. Ihr Auftrag bestand darin, sich auf praktische Bedürfnisse zu konzentrieren – finanzielle Aspekte spielten zunächst eine untergeordnete Rolle. Die Frist für die Vorlage der Ergebnisse endete im Februar. Superintendentin Dr. Ilka Werner betonte, dass es im ersten Schritt darum gehe, anhand der Anforderungen der Gemeinden, der Lage der Gebäude und der verfügbaren Ressourcen zu entscheiden, welche Immobilien unverzichtbar seien.

Aktuell gehören der Kirche 13 aktive Kirchengebäude und 9 Gemeindezentren. Langfristig ist es jedoch nicht mehr tragbar, alle diese Einrichtungen zu erhalten. Das Fernziel sieht vor, die gesamte von der Kirche genutzte Fläche bis 2037 etwa zu halbieren.

Die Informationsveranstaltung findet in der Stadtkirche Mitte statt. Die Organisatoren bitten um vorige Anmeldung unter [email protected], spontane Besucher sind jedoch ebenfalls willkommen. Im Rahmen der Veranstaltung erhalten die Teilnehmer Einblicke in den Umstrukturierungsprozess und die Möglichkeit, ihre Perspektiven einzubringen.

Finanzielle Fragen werden erst zu einem späteren Zeitpunkt thematisiert – sobald die grundlegenden Entscheidungen über die künftige Nutzung der Gebäude gefallen sind.

Der Termin am 11. Februar markiert den Auftakt einer breiter angelegten Debatte über die Zukunft der evangelischen Gebäude in Solingen. Die in den kommenden Jahren getroffenen Entscheidungen werden darüber bestimmen, welche Standorte weiterhin kirchlich genutzt und welche möglicherweise umgewidmet werden. Das Verfahren zielt darauf ab, die Bedürfnisse der Gemeinschaft mit einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressourcen in Einklang zu bringen.