Skate Park: 'Old Franken Forest' Beschwert sich, Stadt Kontert
Gerlinde HeinrichSkate Park: 'Old Franken Forest' Beschwert sich, Stadt Kontert
Skatepark in der Saaler Mühle: Bürgerinitiative „Alt-Frankenforst“ klagt, Stadt hält dagegen
Wie erwartet formiert sich Widerstand gegen die geplante Sanierung des Skateparks an der Saaler Mühle. Die Bürgerinitiative „Alt-Frankenforst“ begründet ihre Klage mit einer Reihe von Kritikpunkten – die Stadtverwaltung widerspricht.
Bergisch Gladbach, 19. Dezember 2025 – Die Stadt Bergisch Gladbach treibt die für 1,2 Millionen Euro geplante Sanierung des Skateparks an der Saaler Mühle voran. Obwohl die Genehmigungen erteilt und der erste Spatenstich bereits gefeiert wurde, hat eine lokale Bürgerinitiative nun rechtliche Schritte eingeleitet, um das Projekt zu stoppen. Anwohner argumentieren, die Pläne gefährdeten das geschützte Landschaftsgebiet und werfen Fragen zu Lärmbelastung und unnötiger Bebauung auf.
Die Stadtverwaltung hat das Vorhaben abgesegnet: Die Baugenehmigungen liegen vor, die symbolische Grundsteinlegung ist erfolgt, und die Auswahl der ausführenden Firmen steht kurz vor dem Abschluss – wenn auch noch kein offizieller Vertrag unterzeichnet wurde. Trotz der anhängigen Klage rechnet die Verwaltung nicht mit größeren Verzögerungen.
Der Verein Alt-Frankenforst e.V., der sich für die Belange der Anwohner einsetzt, hat gegen das Projekt geklagt. Die Initiative wirft der Stadt vor, dass Teile der ursprünglichen Skate-Anlagen illegal errichtet worden seien: Große Flächen des geschützten Waldgebiets seien ohne ordnungsgemäße Genehmigung versiegelt worden. Zudem warnt der Verein vor zusätzlicher Lärmbelästigung durch die geplanten längeren Öffnungszeiten von 8 bis 22 Uhr, die direkt am Waldrand liegen. Die Stadt hat einige Bedenken – etwa die Sorge, die Anlage könnte aufgrund mangelnder Kontrolle schnell verfallen – zurückgewiesen. Doch die grundsätzliche Frage bleibt: Ist das Projekt überhaupt notwendig? Schließlich ist auf dem Zanders-Gelände bereits ein weiterer Skatepark in Planung. Kritiker monieren, dass alternative Standorte nicht ausreichend geprüft wurden, bevor man sich für die Saaler Mühle entschied.
Die Stadtverwaltung weist die Vorwürfe der Initiative zurück und erklärt, man sei bereit, das Vorhaben notfalls gerichtlich zu verteidigen. Die Sanierung erfülle alle rechtlichen Vorgaben und komme der gesamten Gemeinschaft zugute.
Solange das Verfahren läuft, schwebt das Projekt in der Schwebe. Sollte der Bau wie geplant voranschreiten, würde die Anlage täglich 14 Stunden geöffnet sein – mit entsprechend mehr Betrieb am Rande des Waldgebiets. Während die Stadt die Notwendigkeit der Maßnahme betont, halten Anwohner an ihrer Kritik fest: Sie fürchten negative Auswirkungen auf Umwelt und Lebensqualität.
