Siemens baut riesiges Zugmontagewerk in Duisburg-Logport I bis 2026
Mirjana SchachtSiemens baut riesiges Zugmontagewerk in Duisburg-Logport I bis 2026
Bis Ende 2026 entsteht in Duisburg-Logport I ein großes neues Zugmontagewerk
Siemens Mobility wird die Anlage nutzen, um Regionalzüge zu fertigen und so die räumlichen Engpässe am Standort Uerdingen zu entlasten. Das Projekt stößt auf Zustimmung bei lokalen Verantwortungsträgern, darunter Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.
Die 200.000 Quadratmeter große Halle dient laut Matthias Wittemer von Siemens Mobility als vollwertiges Montagewerk und nicht nur als Logistikzentrum. Im Inneren werden fünf Hallenkrane über zwei 223 Meter lange Gleise und zwei 200 Meter lange Wartungsgruben verfügen. Die Produktion soll 2027 starten, wobei der Standort direkt an das Schienennetz angebunden ist, um Lkw-Transporte zu reduzieren und die Effizienz zu steigern.
Die beengte Platzsituation am bestehenden Siemens-Standort in Uerdingen war ausschlaggebend für die Erweiterung nach Logport I. Die neue Halle ersetzt ältere Bauten auf dem Gelände, die, wie Duisport-CEO Markus Bangen erinnerte, im Jahr 2000 noch Stahlwerke beherbergten. Anders als frühere Industrieprojekte in Duisburg – etwa die umstrittenen Vorhaben Tiger & Turtle und Mercatorinsel – liegt der Fokus hier auf der Fertigung und nicht auf der Logistik.
Bangen bezeichnete das Werk als Abkehr vom negativen Image der Logistikbranche und betonte die konkreten wirtschaftlichen Vorteile für die Region. Zwar stehen genaue Beschäftigtenzahlen noch nicht fest, doch die Dimensionen der Anlage und die Schienenanbindung deuten auf langfristige Vorteile für Siemens und die Region hin.
Das Montagewerk wird eine zentrale Rolle in Duisburgs Industrielandschaft einnehmen. Mit der für Ende 2026 geplanten Fertigstellung markiert es einen Schritt hin zu nachhaltigeren Verkehrslogistikkonzepten. Sowohl lokale Vertreter als auch Siemens Mobility zeigen sich zuversichtlich über die weitere Entwicklung des Projekts.