Schwere Hooligan-Ausschreitungen bei Oberliga-Spiel in Ahlen eskalieren mit Festnahmen
Mirjana SchachtSchwere Hooligan-Ausschreitungen bei Oberliga-Spiel in Ahlen eskalieren mit Festnahmen
Bei einem Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen, die zu mehreren Festnahmen und Verletzungen führten. Die Polizei griff ein, nachdem verfeindete Hooligan-Gruppen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Stadions aneinandergerieten. Die Partie wurde schließlich nach wiederholten Störungen abgebrochen.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten und Gäste Feuerwerkskörper explodieren ließen. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel, nachdem ein weiterer Knallkörper auf dem Spielfeld gelandet war, und wertete die Begegnung zugunsten der SG Wattenscheid.
Nach dem Abpfiff stellten sich Ahlen-Hooligans – unterstützt von Verbündeten aus Zwolle – der Polizei im und um das Stadion herum entgegen. Beamte konnten zwar eine größere Auseinandersetzung zwischen den verfeindeten Gruppen verhindern, doch ein Polizist erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war.
Etwa 40 Personen drangen anschließend auf nahegelegene Gleise ein, rissen Schottersteine heraus und zwangen die Bahn dazu, den Zugverkehr vorübergehend einzustellen. Die Behörden nahmen drei Anhänger aus Zwolle fest: Zwei Erwachsene wurden vorläufig in Gewahrsam genommen, ein Minderjähriger kam in Schutzhaft. Nun laufen Ermittlungen wegen gewalttätigen Landfriedensbruchs und Angriffe auf Polizeibeamte.
Eine mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebrachte Hooligan-Gruppe, die Wilde Horde 1996, wurde im Zusammenhang mit den Krawallen genannt. Weitere Details zu beteiligten Gruppen wurden jedoch nicht bestätigt.
Der Spielabbruch und die anschließende Gewalt haben eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen ausgelöst. Die Polizei untersucht die Vorfälle, darunter die Behinderung des Bahnverkehrs und die Angriffe auf Beamte. Sowohl der Verein als auch die Verantwortlichen müssen sich nun die Frage gefallen lassen, wie es zu einer solchen Eskalation kommen konnte.






