Schweinehalter kämpfen mit Fristenchaos: Antibiotika-Meldung bis 14. Januar Pflicht
Heinz-Josef ZirmeSchweinehalter kämpfen mit Fristenchaos: Antibiotika-Meldung bis 14. Januar Pflicht
Deutsche Schweinehalter stehen zu Jahresbeginn vor einem arbeitsreichen Start: Mehrere Meldefristen stehen an. Zwischen dem 1. und 31. Januar müssen sie Daten an die HI-Tier-Nutztierdatenbank, die Antibiotika-Datenbank (TAM) sowie den Tierseuchenfonds übermitteln. Jedes System hat eigene Vorgaben – versäumte Fristen können sich auf Subventionen oder den Compliance-Status auswirken.
Den Anfang macht die Antibiotika-Datenbank (TAM), in der die Landwirte bis zum 14. Januar ihre Produktionsart und Bestandszahlen für die zweite Jahreshälfte 2025 angeben müssen. Betroffen sind Betriebe mit 250 oder mehr Mastferkeln oder Mastschweinen beziehungsweise 85 oder mehr Zuchtsauen oder Saugferkeln. Selbst wenn keine Antibiotika eingesetzt wurden, ist eine Nullmeldung Pflicht, um Strafen zu vermeiden.
Bis zum 15. Januar müssen alle Schweinehalter zudem ihren jährlichen Bestandsbericht über HI-Tier einreichen. Die Angaben müssen die Tierzahlen zum Stichtag 1. Januar widerspiegeln. Wer zu diesem Zeitpunkt keine Schweine hält, muss dennoch eine Nullmeldung abgeben, um die Förderfähigkeit nicht zu gefährden. Die Fristen für den Tierseuchenfonds variieren je nach Bundesland: Während Nordrhein-Westfalen den 1. Januar als Stichtag nutzt, legen die meisten anderen Länder ihren Referenztag im Frühjahr fest, meist um den 2. Mai. Die Abgabefristen für den Fonds liegen dann – je nach Region – zwischen dem 17. und 31. Januar.
Darüber hinaus müssen Betriebe, die an der Initiative Tierwohl (ITW) teilnehmen, jährlich eine Stallklima- und Trinkwasserprüfung durchführen. Dabei wird kontrolliert, ob technische Anlagen und Wasserqualität den Vorgaben entsprechen. Gleichzeitig hat das QS-Qualitätssicherungssystem die Biosicherheitsregeln verschärft: Seit dem 1. Januar 2026 gelten neue Maßnahmen.
Wer die Fristen verpasst, riskiert den Verlust von Subventionen oder Probleme bei der Einhaltung von Vorschriften. Der jährliche Melde-Marathon umfasst Bestandszahlen, Antibiotika-Einsatz und Beiträge zum Tierseuchenfonds – und jedes System verlangt präzise Angaben. Selbst Nullmeldungen müssen termingerecht eingereicht werden.
