10 February 2026, 12:29

Sammer gegen Wittmann: Der Machtkampf um die Zukunft der Fußballberater

Ein Mann in einem Fußballtrikot kickt einen Ball auf einem grünen Feld mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, mit einem Schild mit der Aufschrift 'RB Leipzig' im Bild.

Sammer gegen Wittmann: Der Machtkampf um die Zukunft der Fußballberater

Ein Streit über die Rolle von Fußballberatern ist zwischen Matthias Sammer, Berater von Borussia Dortmund, und Roger Wittmann, Mitgründer der Agentur Rogon, entbrannt. Sammer fordert die vollständige Abschaffung von Beratern, da diese seiner Meinung nach überhöhte Provisionen kassieren und das Verhältnis zwischen Spielern und Vereinen belasten. Wittmann wies diese Vorwürfe scharf zurück und bezeichnete sie als haltlos und gefährlich für die Rechte der Spieler.

Der Konflikt eskalierte, als Sammer argumentierte, Berater seien überflüssig und schadeten dem Fußball. Er kritisierte ihre Einkünfte als unverhältnismäßig hoch und warf ihnen vor, Konflikte zwischen Vereinen und Spielern zu schüren. Wittmann konterte, die Aussagen seien "Unsinn" und "Desinformation", und betonte, Berater schützten Spieler vor Ausbeutung.

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Wittmann selbst hatte in der Vergangenheit mit juristischen Problemen zu kämpfen. Ein Landgericht entschied kürzlich, dass einige gegen ihn verhängte Beschränkungen rechtswidrig seien, doch das Betretungsverbot für das Trainingsgelände von TSG Hoffenheim bleibt bestehen. Zuvor war ihm bereits der Zutritt zum Stadion und zu den Anlagen des Clubs aufgrund von Kontroversen untersagt worden.

Der Berater warf zudem Bundesliga-Vereinen vor, ihre Machtposition auszunutzen. Einige Clubs setzten seiner Aussage nach Spieler unter Druck, die Transferangebote ablehnten. Sammers Forderung nach einem Verbot von Beratern würde die Dominanz der Vereine nur weiter stärken, warnte Wittmann. Ohne Berater wären Spieler schutzlos gegen Willkür und unfaire Behandlung.

Die Debatte flammt zu einer Zeit auf, in der generell über den Einfluss von Beratern im Fußball diskutiert wird. Bisher gab es jedoch weder rechtliche noch strukturelle Änderungen, die ihre Rolle in der Bundesliga regulieren würden.

Der Streit offenbart tiefe Gräben in der Frage, wie die Interessenvertretung von Spielern im deutschen Fußball künftig aussehen soll. Während Sammer die Abschaffung der Berater vehement vorantreibt, betont Wittmann deren Unverzichtbarkeit für den Schutz der Spieler. Die gegen Wittmann verhängten rechtlichen Einschränkungen bleiben vorerst teilweise in Kraft, während die grundsätzliche Diskussion weitergeht.