07 February 2026, 04:09

Sachsens Karneval feiert Comeback mit neuem Prinzenpaar und frischer Hoffnung

Eine große Menschenmenge, die eine Straße mit Zelten, Bäumen, Pfählen, Lichtern und einer Statue säumt, mit Gebäuden im Hintergrund und einem bewölkten Himmel mit Luftballons während des Christopher Street Day in Berlin.

Sachsens Faschingsfans starten optimistisch in den Straßenkarneval - Sachsens Karneval feiert Comeback mit neuem Prinzenpaar und frischer Hoffnung

Sachsens Karnevalsszene erlebt in diesem Jahr ein frisches Comeback Zum ersten Mal hat das Bundesland eigene Karnevalsregenten gekürt: Désirée I. und Simon I. vom Pegauer Karnevalsclub. Nach Jahren des Rückgangs feiern die Vereine nun mit neuer Zuversicht und unbeschwerter Ausgelassenheit.

Der Verband Sächsischer Karneval, der 186 Vereine mit rund 22.000 aktiven Mitgliedern vertritt, verzeichnet in dieser Saison einen Stimmungswandel. Präsident Jörg Weiser spricht von spürbarer Erleichterung unter den Veranstaltern – ein deutlicher Kontrast zu den Vorjahren. Die Besucherzahlen bei Karnevalsveranstaltungen in Sachsen sind seit der Pandemie stark eingebrochen: 2025 erreichten sie nur noch 30 bis 50 Prozent des Niveaus von vor 2020. Gründe dafür sind anhaltende Pandemiefolgen, veränderte Freizeitgewohnheiten, Konkurrenz durch andere Aktivitäten und die traditionell geringe lokale Begeisterung für die "fünfte Jahreszeit".

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Höhepunkt der Saison ist der Umzug in Radeburg am 15. Februar unter dem Motto "RaBu Irrenhaus – wild und wunderbar durchgeknallt!" Die Organisatoren versprechen ein farbenfrohes Chaos – bewusst ohne politische Untertöne. Eintrittskarten kosten 5 Euro für Erwachsene, Kinder und Schüler unter 14 Jahren haben freien Eintritt.

Bis zu 25.000 Besucher werden erwartet – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Die Veranstaltung markiert einen hoffnungsvollen Aufschwung für Sachsens Karnevalskultur nach Jahren des Niedergangs.

Der Radeburger Umzug und das neue Prinzenpaar des Landes stehen für eine hellere Zukunft der sächsischen Karnevalstradition. Mit gestärktem Gemeinschaftsgefühl und einem vollen Programm wollen die Vereine Besucherzahlen und Begeisterung zurückgewinnen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sich der Optimismus in eine stärkere Beteiligung übersetzt.