25 December 2025, 06:35

Riesenwels am Brombachsee löst Panik aus – Bayerns skurrilste Tiergeschichten 2024

Ein Kaninchen frisst Futter in der Nähe von hölzernen Bauen.

Tierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Riesenwels am Brombachsee löst Panik aus – Bayerns skurrilste Tiergeschichten 2024

Riesenwels löst Panik am Brombachsee aus – Bayerns skurrile Tiergeschichten des Jahres

Im Juni vergangenen Jahres sorgte ein zwei Meter langer Wels am Brombachsee in Mittelfranken für Aufsehen. Das aggressive Tier verletzte mehrere Badende, bevor die Behörden eingriffen. Experten vermuteten später, es könnte sich um ein schützendes Männchen gehandelt haben, das bei niedrigem Wasserstand seinen Nachwuchs verteidigte.

Der Vorfall war nur einer von mehreren ungewöhnlichen tierischen Begebenheiten in Bayern im letzten Jahr – von juristischen Streitfällen bis hin zu kuriosen Entdeckungen.

Der „Killer-Wels“, wie der Riesenfisch bald genannt wurde, griff am 20. Juni Schwimmer an. Die Polizei entschied gemeinsam mit einem Angelverein und Wasserrettungskräften, dass das Tier eine zu große Gefahr darstellte. Ein Beamter feuerte drei Schüsse ab, verfehlte den Wels jedoch – schließlich fing ein Angler das Tier und tötete es. Der Fisch wurde später in 120 Portionen filetiert.

Tierschützer erstatteten Strafanzeige, woraufhin die Landespolizei Ermittlungen aufnahm. Doch die Staatsanwaltschaft stellte im November fest, dass die Tötung rechtmäßig gewesen sei. An anderer Stelle in Bayern sorgte der Nürnberger Tiergarten für Empörung, als er zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels töten ließ. Die Entscheidung löste heftige Proteste und rund 350 Strafanzeigen aus. In Simbach am Inn wiederum machte ein Metzger eine seltsame Entdeckung: Er fand den verlorenen Ehering des Bauern Johannes Brandhuber im Magen seiner Kuh namens Herzal.

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Auch vor Gericht gab es tierische Fälle. Das Landgericht Ingolstadt entschied, dass ein Streichelzoo nicht für die Arztkosten eines Besuchers aufkommen muss, der durch eine Ziege zu Sturz gekommen war. Die Richter sahen die Sicherheitsvorkehrungen des Parks als ausreichend an. Leichteren Tons war dagegen die Geschichte des Münchner Hundes Urax, der Post vom Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erhielt. Seine Besitzerin, Jutta Zedelmaier, antwortete per Einschreiben – scherzhaft mit der Begründung, Urax weigere sich zu zahlen, da sein einziger „Arbeitsplatz“ sein Revier sei. Die Anekdote sorgte in der Region für Heiterkeit.

Positiver Verlauf der Eröffnung des fc bayern münchen Tierschutzhofs Ering am 22. Juni 2024 nach fast drei Jahren Bau- und Sanierungszeit.

Der Wels-Vorfall am Brombachsee endete mit der Entfernung des Tieres, und die Behörden bestätigten, dass das Vorgehen gerechtfertigt war. Insgesamt zeigte sich Bayern im vergangenen Jahr als Schauplatz von Rechtsstreitigkeiten, öffentlicher Empörung und skurrilen tierischen Funden – von Zoo-Kontroversen bis zu amüsanten Post-Pannen. Die Beziehung der Region zu Wildtieren und Haustieren blieb damit sowohl umstritten als auch unterhaltsam.