26 March 2026, 16:13

Rheinmetalls Milliarden-Deal für Fregatten hängt am seidenen Faden

Schwarzes und weißes Foto eines großen gelenkten Marschflugkörpers mit einer sichtbaren Identifikationsnummer, der auf dem Wasser fährt.

Rheinmetalls Milliarden-Deal für Fregatten hängt am seidenen Faden

Rheinmetalls Zukunftswachstum steht auf dem Spiel, während der Wettbewerb um einen Milliardenauftrag für Fregatten an Schärfe gewinnt. Der Rüstungskonzern, der derzeit als Favorit im Rennen um den Bau von sechs hochmodernen Fregatten des Typs 126 gilt, gerät zunehmend unter Druck durch den Konkurrenten ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS). Da die Bundesregierung die Ausschreibungskriterien noch nicht finalisiert hat, herrscht Unsicherheit über eines der lukrativsten Geschäfte der Branche.

Rheinmetall verzeichnete für die ersten neun Monate des Jahres 2025 starke finanzielle Ergebnisse: Der Umsatz stieg um 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro, während der operative Gewinn um 18 Prozent auf 835 Millionen Euro kletterte. Ein Rekordauftragsbestand von 64 Milliarden Euro unterstreicht zudem die solide Marktposition des Unternehmens in einem Umfeld, das von globalen Sicherheitsrisiken geprägt ist.

Doch Verzögerungen im Bundeshaushalt blockieren die Vergabe von Aufträgen und lassen zentrale Projekte in der Schwebe. Die Entscheidung über den Milliarden-Deal für die Fregatten vom Typ 126 steht weiterhin aus, da die Regierung die vollständigen Ausschreibungsunterlagen zurückhält. Ohne klare politische oder rechtliche Vorgaben zieht sich der Wettbewerb zwischen Rheinmetall und TKMS in die Länge.

Anleger reagieren verhalten – die Rheinmetall-Aktie zählt diese Woche zu den größten Verlierern im DAX. Die Risiken sind hoch: Ein Scheitern beim Fregattenauftrag könnte eine zentrale Säule der Expansionspläne des Konzerns ins Wanken bringen. Gleichzeitig scheint TKMS bereit, Rheinmetalls Spitzenposition anzugreifen, was die Unsicherheit weiter verstärkt.

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Das Ergebnis des Fregattenwettbewerbs wird Rheinmetalls Entwicklung in den kommenden Jahren maßgeblich prägen. Ein Sieg würde die Vorherrschaft des Unternehmens im Bereich der Marinerüstung festigen, während eine Niederlage eine Neuausrichtung der Wachstumsstrategie erzwingen könnte. Aktuell stehen die starken Finanzkennzahlen des Konzerns in krassem Gegensatz zu den kurzfristigen Risiken durch politische Verzögerungen und harte Konkurrenz.

Quelle