20 January 2026, 09:26

Rheinmetall setzt 2026 auf Raketenwerfer und revolutionäre Bahntechnik

Eine Karte von Ludwigshafen, Deutschland, mit einer roten Linie, die die Bahnroute zeigt, und Text, der die Länge, Entfernung und Sehenswürdigkeiten der Bahn beschreibt.

Rheinmetall setzt 2026 auf Raketenwerfer und revolutionäre Bahntechnik

Rheinmetall setzt im Januar 2026 sowohl in der Rüstung als auch in der Bahntechnik wichtige Akzente. Gemeinsam mit seinem spanischen Partner EM&E Group reichte das Unternehmen ein Angebot für Spaniens SILAM-Raketenwerferprogramm ein. Gleichzeitig treibt die Tochtergesellschaft MIRA im Rahmen eines vom Bund geförderten Projekts ein Fernsteuerungssystem für Züge voran.

An den Finanzmärkten kletterte der Rheinmetall-Aktienkurs unterdessen auf den höchsten Stand seit Oktober – ein Zeichen wachsenden Investorenvertrauens.

Am 14. Januar 2026 reichte das Gemeinschaftsunternehmen UTE SILAM – eine Kooperation zwischen Rheinmetall Expal Munitions und der spanischen EM&E Group – offiziell sein Angebot für das spanische SILAM-Programm (Hochmobiles Raketenwerfersystem) ein. Das Paket umfasst die schrittweise Lieferung von Einsatz- und Testwerfern, Munition sowie Aufklärungsfahrzeugen. Zudem sind die Entwicklung und Zertifizierung von Übungs- und gelenkten Raketen vorgesehen.

Das Angebot passt zu Rheinmetalls anhaltender Expansion im Rüstungssektor. Das Unternehmen wird zudem zusätzliche Systeme an die Ukraine liefern, darunter die ersten Schützenpanzer vom Typ Lynx KF41, die voraussichtlich Anfang 2026 eintreffen sollen. Die ersten fünf Kampffahrzeuge, die im Rahmen eines vom Bund finanzierten Geschäfts bestellt wurden, haben einen Wert im zweistelligen Millionenbereich.

Jenseits der Rüstung arbeitet die Rheinmetall-Tochter MIRA am Projekt „RemODtrAIn“. Dabei wird ein ICE-4-Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bahn mit einem sicheren, 5G-basierten Fernsteuerungssystem nachgerüstet. Die Technologie, die für Rangier-, Werkstatt- und Abstellbetrieb konzipiert ist, soll auf dem Berliner S-Bahn-Netz getestet werden. Das Projekt umfasst zudem ein KI-gestütztes Hinderniserkennungssystem mit dem Ziel, die Steuerungslogik verschiedener Lokomotiven zu standardisieren.

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Die Investoren reagierten positiv auf diese Entwicklungen: Die Rheinmetall-Aktie legte über drei Prozent zu und erreichte 1.960 Euro – den höchsten Stand seit Oktober. Marktanalysten halten nun einen Kurs von über 2.000 Euro für möglich.

Sowohl das SILAM-Angebot als auch das RemODtrAIn-Projekt markieren wichtige Meilensteine in Rheinmetalls Wachstum in den Bereichen Verteidigung und Bahninnovation. Bei Erfolg würde der Raketenwerfer-Auftrag die Präsenz des Konzerns in Spanien ausbauen, während das Fernsteuerungssystem für Züge branchenweite Standards setzen könnte.

Mit Aktienkursen nahe Rekordhochs und neuen Aufträgen in der Pipeline festigt Rheinmetall seine Position in Militär- und Verkehrstechnologie zunehmend.