03 March 2026, 00:06

Rheinmetall erhält Milliarden-Deal für Lynx-2-Spähpanzer der Bundeswehr

Eine Person in militärischer Uniform und Helm, die eine Waffe hält, mit dem Text "Investiere in die Invasion, Kaufe Kriegsanleihen" darüber.

Rheinmetall erhält Milliarden-Deal für Lynx-2-Spähpanzer der Bundeswehr

Rheinmetall sichert Großauftrag für den Spähpanzer Lynx 2 der Bundeswehr

Der Rüstungs- und Technologiekonzern Rheinmetall hat einen bedeutenden Auftrag für den Spähpanzer Lynx 2 der Bundeswehr an Land gezogen. Der Vertrag, vergeben von General Dynamics European Land Systems (GDELS), umfasst moderne Turm-Systeme und Bewaffnung. Unternehmensvertreter bezeichneten das Geschäft als wichtigen Impuls für den Rheinmetall-Standort Bremen sowie für die europäische Verteidigungskooperation.

Im Mittelpunkt des Auftrags steht die Lieferung des neu entwickelten CT-025-Turms, eines unbemannten und modularen Systems, das für verschiedene Einsatzprofile ausgelegt ist. Rheinmetall wird zudem die Oerlikon-KBA-25-Maschinenkanone sowie hochmoderne Simulatoren bereitstellen. Der Gesamtwert der Vereinbarung liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Die Rheinmetall Electronics GmbH in Bremen übernimmt den Großteil der Produktion und wird bis 2031 insgesamt 274 CT-025-Türme ausliefern. Timo Haas, Leiter der Sparte Digitale Systeme bei Rheinmetall, lobte den Deal als Meilenstein für das Bremer Team und die Kollegen in Rom. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung des Vorhabens für die Stärkung der europäischen Verteidigungspartnerschaften.

Die Bekanntgabe fiel mit einem deutlichen Kursanstieg der Rheinmetall-Aktie zusammen. Die Papiere stiegen von 1.611 Euro zu Wochenbeginn auf 1.740 Euro zum Handelsschluss – ein Plus von acht Prozent. Anleger reagierten positiv, was neben diesem Auftrag auch auf einen weiteren Großauftrag zurückzuführen sein dürfte, den das Unternehmen in derselben Woche einwerben konnte.

Der Lynx-2-Vertrag unterstreicht Rheinmetalls Rolle bei der Modernisierung der militärischen Fähigkeiten Deutschlands. Mit einer Produktionslaufzeit bis 2031 sichert das Geschäft zudem das langfristige Wachstum des Bremer Standorts. Die Finanzmärkte haben bereits Vertrauen in die Auswirkungen der Vereinbarung signalisiert.