Rhein-Kreis Neuss verzeichnet dritten Rückgang der Kriminalität in Folge – doch schwere Verbrechen bleiben oft ungelöst
Mirjana SchachtRhein-Kreis Neuss verzeichnet dritten Rückgang der Kriminalität in Folge – doch schwere Verbrechen bleiben oft ungelöst
Kriminalität im Rhein-Kreis Neuss geht 2025 erneut zurück – dritte Abnahme in Folge
Im Rhein-Kreis Neuss ist die Kriminalität 2025 erneut gesunken – das dritte Jahr in Folge mit rückläufigen Zahlen. Die Behörden verzeichneten 28.790 Straftaten, nach 30.954 im Vorjahr. Trotz des Rückgangs gestaltete sich die Aufklärung bestimmter Delikte schwieriger als zuvor – insbesondere bei Mordfällen und Diebstählen.
Diebstähle machten mit 40,2 Prozent den größten Anteil der gemeldeten Straftaten aus. Doch nur 24,8 Prozent dieser Fälle konnten aufgeklärt werden, was die anhaltenden Herausforderungen in diesem Bereich unterstreicht. Die Gesamtaufklärungsquote des Kreises blieb mit 44,5 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau.
Mordfälle als besondere Herausforderung Bei Kapitalverbrechen zeigte sich ein deutlicher Rückgang der Aufklärungsquote: Sie sank von 93,8 Prozent im Jahr 2024 auf 70,6 Prozent. Bei 17 erfassten Tötungsdelikten – darunter elf Versuche – wurden keine Details bekannt, wie viele davon zu Verurteilungen führten.
In anderen Kriminalitätsbereichen gab es dagegen Fortschritte. So hielt die Stadt Meerbusch ihre Aufklärungsquote stabil bei 53,7 Prozent – und lag damit im Landesdurchschnitt von Nordrhein-Westfalen. Landrätin Katharina Reinhold betonte, dass mehr als die Hälfte aller gemeldeten Straftaten aufgeklärt worden seien. Spezialeinheiten, die 2025 eingerichtet wurden, halfen zudem bei der Lösung mehrerer spektakulärer Fälle.
In Meerbusch selbst wurden 2.376 Straftaten registriert, was den negativen Trend des dritten Jahres in Folge fortsetzt.
Fazit: Weniger Kriminalität, aber mehr Schwierigkeiten bei schweren Delikten Obwohl die Gesamtzahl der Straftaten im Kreis weiter zurückging, gestaltete sich die Aufklärung schwerer Verbrechen schwieriger. Diebstähle blieben die häufigste Straftat, während die Aufklärungsquote bei Mordfällen deutlich einbrach. Die Behörden führten Fortschritte bei großen Ermittlungen auf die Arbeit spezieller Taskforces zurück – doch Herausforderungen bleiben bestehen.