21 December 2025, 11:00

"Reform schürt Ängste": Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung

Eine Straße mit Autos und einem Bus im Vordergrund, mit Gebäuden mit Wänden, Fenstern, Tellern und Dächern im Hintergrund sowie Plakaten und Bannern an den Wänden und einem Laternenmast.

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„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neues Bürgersicherungsmodell

„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neues Bürgersicherungsmodell

„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neues Bürgersicherungsmodell

  1. Dezember 2025, 10:39 Uhr

Die Bundesregierung hat eine umstrittene Reform des Bürgergelds auf den Weg gebracht. Das neue Grundsicherungsmodell soll mehr Menschen in Arbeit bringen, gleichzeitig werden die Regeln für Leistungsbezieher verschärft. Kritiker – darunter Wohlfahrtsverbände und Oppositionsparteien – verurteilen die Pläne bereits als unsozial hart.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) legte den Gesetzentwurf zur Reform des Sozialsystems vor. Darin wird das Bürgergeld durch ein strengeres Grundsicherungsmodell ersetzt, das Missbrauch verhindern und die Arbeitsaufnahme fördern soll.

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Sozialverbände reagierten umgehend mit scharfer Kritik. Die Diakonie Deutschland bezeichnete die Reform als falschen Weg und warnte, dass Sanktionen vor allem diejenigen treffen würden, die ohnehin schon am stärksten belastet seien. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, warf der Regierung vor, sie gehe von Misstrauen statt von Vertrauen aus.

Wirtschaftsvertreter begrüßten hingegen die Änderungen. Sie argumentieren, dass Arbeit sich finanziell mehr lohnen müsse als der Bezug von Staatsleistungen. Die Linke machte unterdessen die SPD für die Verschärfungen mitverantwortlich und sprach von einer Annäherung an die konservative Unionslinie.

Auch Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt (AWO), meldete sich kritisch zu Wort. Er warnte, dass härtere Strafen besonders schutzbedürftige Gruppen noch weiter in die prekäre Lage drängen würden.

Trotz massiver Vorbehalte von Seiten der Wohlfahrtsverbände und Teile der Politik wird die Reform nun vorangetrieben. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, drohen Leistungsbeziehern künftig strengere Sanktionen. Die Bundesregierung betont, die Neuerungen würden Anreize für die Arbeitsaufnahme schaffen und Missbrauch des Sozialsystems eindämmen.