Ratingen: Polizei deckt Alkohol, Diebstahl und fehlende Versicherungen bei E-Scooter-Razzia auf
Gotthold UllmannRatingen: Polizei deckt Alkohol, Diebstahl und fehlende Versicherungen bei E-Scooter-Razzia auf
Polizei in Ratingen führt gezielte Kontrollen gegen E-Scooter-Fahrer durch
Am 26. November 2025 führte die Polizei in Ratingen eine gezielte Aktion durch, die sich im Rahmen eines übergeordneten Kriminalpräventionsprogramms gegen Nutzer von E-Scootern richtete. Im Zuge des „zOOm-Projekt“ wurden in ausgewählten Bereichen verstärkte Kontrollen durchgeführt, die zu zahlreichen Verstößen und Festnahmen führten. Die Beamten dokumentierten dabei alles – von unversicherten Fahrzeugen bis hin zu alkoholisierten Fahrten während der Razzia.
Die Aktion begann bereits in den frühen Morgenstunden, als Polizeikräfte in ganz Ratingen Fahrer anhielten. Bei vier E-Scootern fehlte der gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsaufkleber, woraufhin gegen die Halter Strafanzeigen erstattet wurden. Zudem wurden zwei Personen ohne gültigen Führerschein ermittelt.
Eine 42-jährige Frau aus Ratingen wurde an der South-Dakota-Brücke gestoppt, nachdem bei ihr sowohl Alkohol als auch Drogen im Blut nachgewiesen worden waren. Ihr Blutalkoholwert lag bei 1,2 Promille – deutlich über dem für E-Scooter-Fahrer geltenden Grenzwert von 0,5 Promille. Nach deutschem Recht kann bereits ab 0,3 Promille eine Strafverfolgung eingeleitet werden, wenn eine Fahruntüchtigkeit erkennbar ist. Ein weiterer Fahrer wurde auf der Berliner Straße mit einem gestohlenen E-Scooter angetroffen. Während der Kontrollen wurde zudem ein wegen Betrugs gesuchter Mann vorläufig festgenommen, konnte jedoch durch die sofortige Zahlung einer Geldbuße eine Inhaftierung abwenden.
Besondere Aufmerksamkeit galt jüngeren Fahrern: Personen unter 21 Jahren oder mit Probe-Führerschein unterliegen einer absoluten Alkohol-Grenze von 0,0 Promille. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 500 Euro, ein einmonatiges Fahrverbot sowie Punkte in Flensburg. Das „zOOm-Projekt“ ist eine rotierende Initiative der Kreispolizeibehörde Mettmann, bei der alle drei Monate Schwerpunkte in verschiedenen Stadtteilen gesetzt werden, um Kriminalität vorzubeugen. Obwohl Berichte über solche Einsätze unregelmäßig erscheinen, liegt der Fokus auf der Durchsetzung der Vorschriften für elektrische Kleinstfahrzeuge, die rechtlich als Kraftfahrzeuge gelten und daher versichert sein müssen.
Die Aktion am 26. November führte zu zehn Verkehrsverstößen, der Beschlagnahmung unversicherter Fahrzeuge sowie Festnahmen wegen Betrugs und Diebstahls. Die Polizei wies erneut darauf hin, dass alle E-Scooter – ob gemietet oder im Besitz – versichert sein und die Alkoholgrenzen eingehalten werden müssen. Weitere Kontrollen im Rahmen des „zOOm-Projekts“ sind in den kommenden Monaten zu erwarten.
