Rassistischer Angriff auf Zugbegleiter in Gelsenkirchen eskaliert gewaltsam
Mirjana SchachtRassistischer Angriff auf Zugbegleiter in Gelsenkirchen eskaliert gewaltsam
Am 19. Juni kam es auf der S-Bahn-Linie S2 am Bahnhof Gelsenkirchen-Rotthausen zu einem gewalttätigen Vorfall. Ein 42-jähriger Nigerianer griff einen Zugbegleiter während einer routinemäßigen Ticketkontrolle an. Der Streit begann, nachdem der Mann darauf hingewiesen worden war, dass ihm das erforderliche Fahrradticket fehlte.
Die Auseinandersetzung eskalierte, als der Zugbegleiter bemerkte, dass das Fahrrad des Mannes nicht über ein gültiges Ticket verfügte. Obwohl der Mann im Besitz eines Deutschlandtickets war, reagierte er aggressiv auf den Hinweis. Er beleidigte den Zugbegleiter rassistisch und riss ihm das Ticket aus der Hand.
Die Situation spitzte sich weiter zu, als sich der 42-Jährige bedrohend vor den 31-jährigen Zugbegleiter stellte. Er schlug mehrfach auf dessen Gesicht ein und biss ihn während des Handgemenges zudem in den Arm und den Rücken.
Die Polizei sicherte später Videoaufnahmen aus dem Zug als Beweismaterial. Der verletzte Zugbegleiter wurde mit mehreren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Gegen den 42-Jährigen wurde wegen Körperverletzung ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Zugbegleiter erhielt medizinische Behandlung, die Ermittlungen dauern an.
