13 March 2026, 18:12

Ramadan-Streit an Schule eskaliert: Wie ein Kinderkonflikt zur Medienkontroverse wurde

Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne, jeder hält einen Blumenstrauß und Urkunden in der Hand, mit einem Bildschirm im Hintergrund, auf dem "Yogyakarta Penang International School" angezeigt wird.

Ramadan-Streit an Schule eskaliert: Wie ein Kinderkonflikt zur Medienkontroverse wurde

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an einer Schule in Nordrhein-Westfalen eine Debatte ausgelöst. Der Konflikt begann, als einige Schüler infrage stellten, ob Mitschüler während der Schulzeit essen sollten, während andere den Fastenmonat einhielten. Medien berichteten später von einem "kulturellen Konflikt" und weiteten die Auseinandersetzung zu einer größeren Kontroverse aus.

Der Vorfall ereignete sich zunächst am Joseph-Beuys-Gymnasium in Kleve, wo sich Schüler darüber stritten, ob in Gegenwart fastender Mitschüler gegessen werden dürfe. Die Boulevardzeitung Bild titelte zunächst "Ramadan-Streit! Schüler sollen heimlich Snacks essen", was den Eindruck erweckte, nichtfastende Kinder seien aufgefordert worden, ihr Essen zu verstecken. Ein weiterer Artikel trug die Schlagzeile "Ramadan-Streit! Wie die Schule jetzt zurückrudert" und suggerierte, die Schule habe unter Druck ihre Haltung geändert.

Schulleitung und Bezirksregierung Düsseldorf stellten klar, dass es niemals Vorschriften gab, nach denen Schüler ihr Essen verbergen mussten. Die Behörden bezeichneten den Konflikt als typischen Kinderstreit ohne kulturellen oder religiösen Hintergrund. Sowohl die Schule als auch die Bildungsverantwortlichen betonten, dass es sich um einen Einzelfall handle, der durch bessere Kommunikation gelöst werden solle.

In einer Klassenratssitzung wurde über die Spannungen gesprochen. Im Anschluss gab die Düsseldorfer Schulbehörde eine Erklärung ab, in der das Verhalten als Fehlverhalten eingestuft und neue Maßnahmen angekündigt wurden. Dazu gehören verpflichtende Anti-Mobbing-Schulungen für Lehrkräfte und Schüler, ein anonymes Meldesystem sowie regelmäßige Erhebungen zum Klassenklima, die Anfang 2026 starten sollen.

Die Schule und die Behörden nutzen den Vorfall, um ihre Anti-Mobbing-Strategien zu stärken. Ab dem nächsten Jahr werden neue Systeme zur Meldung und Überwachung des Verhaltens im Unterricht eingeführt. Offizielle Stellen versichern, dass niemals formelle Essensverbote verhängt wurden.

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