Raab vs. Zietlow: Warum der alte RTL-Streit jetzt wieder eskaliert
Heinz-Josef ZirmeFernsehstreit mit Geschichte - Raab vs. Zietlow: Warum der alte RTL-Streit jetzt wieder eskaliert
Der langjährige Streit zwischen den TV-Persönlichkeiten Stefan Raab und Sonja Zietlow ist erneut aufgeflammt. Diesmal geht es um Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, die erfolgreichste Sendung von RTL, bei der Zietlow seit 2004 als Hauptmoderatorin fungiert. Raabs jüngste Rückkehr zum Sender – verbunden mit scharfer Kritik an der Show – hat nun öffentliche Reaktionen des Teams hervorgerufen.
Die Rivalität zwischen Raab und Zietlow reicht mehr als 20 Jahre zurück. In seiner früheren Sendung TV total hatte Raab Zietlows Auftritte bei RTL regelmäßig auf die Schippe genommen, unter anderem mit einem Clip, in dem sie das Wort Ochsenpimmel sagte. Die Spannungen verschärften sich weiter, als Raab 2024 mit Du gewinnst hier nicht die Million ein kurzes Comeback versuchte – ein Quizformat, das nach schwachen Quoten schnell wieder abgesetzt wurde.
Mittlerweile moderiert Raab Die halbe Stunde nach der Stunde danach, eine Live-Kommentarsendung, in der er dreimal pro Woche Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! und dessen Moderatoren kritisiert. Seine Äußerungen haben scharfe Gegenreaktionen des Show-Teams ausgelöst, darunter von Jan Köppen und Sonja Zietlow persönlich. Hinter den Kulissen soll der Streit die ohnehin angespannte Stimmung bei RTL weiter verschärft haben – Gerüchten zufolge hängen Stellenstreichungen mit Raabs teurem Vertrag zusammen.
Sonja Zietlows Ehemann, Jens Oliver Haas, arbeitet als Autor für die Show, ebenso wie der Kommentator Micky Beisenherz. Beide sind maßgeblich an den öffentlichen Konterattacken gegen Raabs Sticheleien beteiligt und halten die öffentliche Auseinandersetzung damit am Köcheln.
Von einer Beruhigung der Lage ist nichts zu spüren. Raabs Live-Kritik löst weiterhin Reaktionen des Ich bin ein Star-Teams aus, während Zietlow nach wie vor eine zentrale Figur in RTLs Flaggschiff-Format bleibt. Der anhaltende Konflikt wirft zudem ein Schlaglicht auf tiefere Probleme beim Sender, wo finanzielle Zwänge und hochdotierte Verträge zunehmend in der Kritik stehen.
