Portugal diskutiert über satirisierten Plan und neue Weinbau-Uni im Douro-Tal
Mirjana SchachtPortugal diskutiert über satirisierten Plan und neue Weinbau-Uni im Douro-Tal
Die portugiesische Regierung hat zwei neue Initiativen angekündigt: ein umstrittenes, alphabetbasiertes Programm und eine spezialisierte Universität. Ein satirischer Podcast hat kürzlich Beamte und Fachleute auf die Schippe genommen und damit die öffentliche Kritik an den Plänen weiter angeheizt. Beide Projekte sorgen landesweit für Diskussionen.
Am 3. Mai wurde der Podcast „Making Fun of Hard Workers“ auf SIC ausgestrahlt und nahm dabei Minister, Wirtschaftsführer und Banker aufs Korn. Die scharfe Satire kam just zu dem Zeitpunkt, als die Regierung ihr neuestes Vorhaben vorstellte – den PTCMNOPQRR-Plan. Kritiker werfen der Regierung vor, der komplizierte Name sei ein verzweifelter Versuch, frühere Versäumnisse bei der Umsetzung konkreter Projekte zu überspielen.
In derselben Woche präsentierten Beamte die Universität für Weinbau, eine neue Bildungseinrichtung mit Fokus auf Spitzenweinproduktion. Geplant im Douro-Tal, soll sie Studierende in hochwertigem Weinbau und Önologie ausbilden. Die Regierung bewirbt sie als innovativen Schritt für Portugals Weinindustrie.
Doch bleibt die Skepsis. Beobachter verweisen auf das Muster, Programme anzukündigen, solange das Alphabet Buchstaben hat. Besonders der PTCMNOPQRR-Plan wird wegen seines Namens und unklarer Ziele belächelt. Die Universität für Weinbau soll im Douro-Tal eröffnet werden und spezialisierte Ausbildungen für angehende Winzer anbieten. Gleichzeitig wird der PTCMNOPQRR-Plan trotz Zweifeln an seinem Nutzen vorangetrieben. Beide Vorhaben stehen nun im Fokus von Öffentlichkeit und Medien – die satirische Aufbereitung im Podcast heizt die Debatte zusätzlich an.






