30 December 2025, 00:33

PKV-Beiträge steigen 2026 um bis zu 13 Prozent – was Versicherte jetzt tun können

Ein Prospekt mit einem Firmenlogo und einem Bild einer Tasse.

PKV-Beiträge steigen 2026 um bis zu 13 Prozent – was Versicherte jetzt tun können

Privatversicherte in Deutschland müssen 2026 mit deutlichen Beitragserhöhungen rechnen. Rund 60 Prozent der Kund:innen der Private Krankenversicherung (PKV) erwarten eine Steigerung ihrer monatlichen Kosten um etwa 13 Prozent. Angesichts wachsender finanzieller Belastung suchen viele nun nach Wegen, die höheren Ausgaben zu bewältigen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen verzeichnet einen starken Anstieg an Anfragen von PKV-Versicherten, die mit der Bezahlbarkeit ihrer Tarife kämpfen. Als Unterstützung bietet die Verbraucherzentrale unabhängige Beratung, Vergleichstools zur Tarifanalyse sowie ein Muster-Schreiben an, mit dem Versicherte nach alternativen Versicherungsoptionen fragen können. Die Ressourcen stehen auf der Website der Verbraucherzentrale zur Verfügung.

Für langjährige Versicherte kommt ein Wechsel in den Standardtarif infrage – einen branchenweiten Sozialtarif mit niedrigeren Höchstselbstbehalten und erheblichen Einsparungen. Eine weitere Möglichkeit ist der Wechsel in den Basistarif, der unter Umständen Anspruch auf staatliche Zuschüsse bietet – insbesondere, wenn der aktuelle Beitrag deutlich über dem Basissatz liegt. Auch eine Anpassung des Leistungsumfangs kann die Kosten senken: Manche verzichten auf bestimmte Leistungen oder wechseln in einen hausarztzentrierten Tarif. Allerdings können solche Änderungen den dauerhaften Verlust dieser Leistungen bedeuten. Eine Erhöhung des Selbstbehalts reduziert zwar die Prämie, doch Arbeitgeber beteiligen sich nicht an den Selbstbehalten von Arbeitnehmern, und eine spätere Senkung könnte schwierig werden oder eine erneute Gesundheitsprüfung erfordern. Bei finanzieller Notlage nach Sozialrecht können die Beiträge zudem halbiert werden.

Lehnt ein Versicherer einen Tarifwechsel ab, können Versicherte sich an die PKV-Ombudsstelle wenden oder die BaFin prüfen lassen, ob der Versicherer die gesetzlichen Vorgaben einhält. Ein Wechsel in einen günstigeren Tarif beim selben Anbieter kann die Kosten senken – hier ist jedoch eine sorgfältige Prüfung nötig, um keine Leistungen dauerhaft zu verlieren.

Angesichts der stark steigenden Beiträge suchen viele PKV-Versicherte nach Möglichkeiten, ihre Ausgaben zu reduzieren. Die Verbraucherzentrale bietet Werkzeuge und Beratung, um die Veränderungen zu meistern. Doch sollten Versicherte jede Option genau abwägen, da einige Anpassungen langfristige Kompromisse bei der Absicherung mit sich bringen können.