16 February 2026, 22:44

Pilotkurs für Wasserstofftechnologie macht Ruhrgebiets-Fachkräfte fit für die Zukunft

Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel 'Mechanic Institution, for the Advantage of Masters, Journeymen, and Apprenticeships' auf dem Cover.

Pilotkurs für Wasserstofftechnologie macht Ruhrgebiets-Fachkräfte fit für die Zukunft

Pilotkurs zu Wasserstofftechnologie erfolgreich abgeschlossen

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen hat kürzlich einen neuen Pilotkurs im Bereich Wasserstofftechnologie durchgeführt. Sechzehn industrielle Meisterinnen und Meister erhielten am 29. Januar 2026 ihre Zertifikate nach Abschluss des dreimonatigen Weiterbildungsprogramms. Die Initiative soll Unternehmen dabei unterstützen, sich an die wachsende Wasserstoffwirtschaft anzupassen – insbesondere kleineren Betrieben, die vor technischen Herausforderungen stehen.

Der Kurs mit dem Titel "Grundlagen der Wasserstofftechnologie für industrielle Meisterinnen und Meister" war Teil des Projekts "H2!Academy", das wiederum in die übergeordnete Wasserstoffinitiative "H2!Raum – Mittelstand Ruhr 2030" eingebettet ist. Diese fördert die Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Wasserstoffwirtschaft im Ruhrgebiet. Finanziert wurde das Programm vom Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie im Rahmen der Fördermaßnahme "T!Raum – Transferräume für die Zukunft der Regionen".

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigten sich mit praktischen Anwendungen von Wasserstoff, etwa dem Ersatz von Erdgas in thermischen Prozessanlagen. Besonders positiv wurde der fachliche Austausch mit Dozenten und Kolleginnen und Kollegen bewertet. Viele sahen Potenzial darin, Wasserstoff für Prozesswärme einzusetzen – etwa in Sinteröfen oder Fernwärmenetzen.

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Während des Kurses betonte Prof. Dr.-Ing. Michael Brodmann die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende. Er verwies auf dessen Fähigkeit, erneuerbare Energien effizient zu speichern und zu transportieren. Lokale Unternehmen setzen solche Konzepte bereits um: Der Essener Aluminiumhersteller Trimet plant, jährlich 31.000 MWh Abwärme an das Fernwärmenetz von Iqony zu liefern. Gleichzeitig will das Unternehmen Heizungsbau Krings seine thermischen Anlagen von Erdgas auf Wasserstoff umstellen.

Aufgrund der positiven Resonanz wird die IHK den Kurs überarbeiten und erneut anbieten. Langfristig soll die Wasserstofftechnologie in die reguläre Meisterausbildung integriert werden.

Das Pilotprogramm zeigt erste Erfolge bei der Vorbereitung von Fachkräften auf eine wasserstoffbasierte Wirtschaft. Mit der überarbeiteten Weiterbildung erhalten Unternehmen im Ruhrgebiet künftig noch mehr Unterstützung beim Umstieg auf saubere Energielösungen. Als nächste Schritte sind eine Erweiterung des Lehrplans und die Einbindung weiterer industrieller Fachkräfte geplant.