Piers Morgan warnt: Selbst seine Mutter erkennt Deepfakes nicht mehr
Mirjana SchachtPiers Morgan warnt: Selbst seine Mutter erkennt Deepfakes nicht mehr
Deepfake-Technologie ist mittlerweile so überzeugend, dass selbst Piers Morgans eigene Mutter den Unterschied zwischen einem gefälschten Video und dem echten ihn nicht erkennen konnte. Der Moderator hat sich nun zu dem wachsenden Problem von KI-generierten Clips geäußert, die seine Stimme und sein Aussehen auf sozialen Medien imitieren.
Gleichzeitig hat eine separate Kontroverse um das Einreiseverbot des YouTube-Kommentators Cenk Uygur in das Vereinigte Königreich für Aufsehen gesorgt – ein Schritt, den Morgan diese Woche während seines Auftritts bei der SXSW London scharf kritisierte.
Morgan enthüllte, dass seine Mutter kürzlich ein Deepfake-Video von ihm gesehen und für echt gehalten habe. Der Vorfall unterstreicht, wie leicht KI mittlerweile Stimmen und Gesichtsausdrücke nachahmen kann. Zwar gibt er zu, dass er sich in Debatten nach wie vor überzeugender als künstliche Intelligenz zeigt – doch die Technologie entwickelt sich rasant weiter.
Auf sozialen Medien verbreiten sich angebliche Ausschnitte aus seiner Sendung in Windeseile. Auch die Sängerin Katherine Jenkins äußerte ihre Besorgnis: Sie selbst sei kurzzeitig auf KI-generiertes Material von Morgan hereingefallen. Wie viele andere traut sie Inhalten auf Plattformen wie TikTok kaum noch, wo Deepfakes immer schwerer zu erkennen sind.
Bei der SXSW London nutzte Morgan die Gelegenheit, um die Veranstalter zu kritisieren, weil diese Uygur nicht entschiedener verteidigt hätten. Der US-Kommentator und sein Neffe Hasan Piker waren vergangenen Monat vom britischen Innenministerium mit einem Einreiseverbot belegt worden. Zwar betonte die SXSW London ihre Unterstützung für Meinungsfreiheit – inklusive Morgans Recht, das Festival zu kritisieren –, doch die Entscheidung der Regierung wurde nicht infrage gestellt.
Die Veranstaltung selbst versammelt diese Woche über 800 Redner, Künstler und Filmvorführungen. Die Organisatoren heben die Bedeutung vielfältiger Stimmen hervor – auch angesichts anhaltender Debatten über Zensur und Technologie.
Die Verbreitung von Deepfake-Videos lässt Prominente wie Morgan und Jenkins an der Zuverlässigkeit von Online-Inhalten zweifeln. Da KI-Tools immer besser werden, fällt es zunehmend schwerer, echte Aufnahmen von Fälschungen zu unterscheiden.
Das britische Einreiseverbot für Uygur bleibt derweil bestehen – trotz Kritik von Morgan und anderen. Die SXSW London vermeidet eine klare Positionierung und konzentriert sich stattdessen auf ihre Rolle als Plattform für offenen Austausch.






