28 March 2026, 10:16

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 als jüngster Preisträger aller Zeiten

Plakat für die 1916er Journée Serbe mit einer Gruppe von Menschen mit Waffen und Text mit Veranstaltungseinzelheiten.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 als jüngster Preisträger aller Zeiten

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen und ist mit 39 Jahren der jüngste Preisträger in der Geschichte der Auszeichnung. Seine Werke verbinden häufig Kindheitserinnerungen mit den harten Realitäten des Krieges – geprägt von seinen Erfahrungen während des Kosovo-Konflikts der 1990er-Jahre. Das mit 100.000 Dollar dotierte Preisgeld wird seine laufenden Bemühungen zum Wiederaufbau kultureller Räume in seiner Heimat unterstützen.

Halilajs frühes Leben war von Gewalt geprägt: Mit nur 13 Jahren wurde das Haus seiner Familie im Kosovo-Krieg von serbischen Truppen zerstört. Diese Erlebnisse flossen später in seine Kunst ein, die oft kindliche Fantasie mit den Narben des Krieges kontrastiert.

Seine Ausstellung 2021 in der Tate St Ives zeigte farbenfrohe Zeichnungen von Vögeln und Bäumen, inspiriert von Skizzen aus seiner Kindheit. Kürzlich schuf er Bronzeskulpturen, die auf Kritzeleien basieren, die er auf Schulbänken im gesamten Balkan gefunden hatte. Diese Werke spiegeln sowohl Verspieltheit als auch die nachwirkenden Spuren der Geschichte wider.

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Im Juni 2027 inszenierte Halilaj Syrigana, eine interdisziplinäre Oper in seinem Heimatdorf. Das Projekt setzte seine künstlerische Praxis fort, persönliche und kollektive Erinnerung zu verschmelzen. Seine Arbeiten wurden auch im Metropolitan Museum of Art in New York gezeigt, wobei Details dazu bisher begrenzt sind.

Der Künstler plant, das Preisgeld des Nasher-Preises an die von ihm mitgegründete Hajde!-Stiftung zu spenden. Die Organisation hat bereits zentrale Kulturstätten restauriert, darunter das Kulturhaus in seiner Heimatstadt. Halilajs Auszeichnung unterstreicht seine Rolle bei der Bewahrung des kulturellen Erbes Kosovos. Die Mittel werden weitere Restaurierungsprojekte über die Hajde!-Stiftung fördern. Seine Kunst bleibt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und gibt Geschichten eine Stimme, die oft übersehen werden.

Quelle