15 February 2026, 14:20

NRW verschärft Steuerregeln für Influencer – auch Manuel Neuer betroffen

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Steuerformulars mit Text und Zahlen, das in einem Foto Rahmen angezeigt wird.

NRW verschärft Steuerregeln für Influencer – auch Manuel Neuer betroffen

Manuel Neuer und andere Influencer in Nordrhein-Westfalen müssen künftig strengere Steuerregeln beachten

Wer in Nordrhein-Westfalen mit der Erstellung von Inhalten Geld verdient, muss sich künftig als Gewerbetreibender anmelden und sämtliche Einnahmen versteuern – inklusive Geschenke und kostenloser Produkte. Bei Verstößen drohen Prüfungen durch die neu gegründete Influencer-Taskforce des Landes.

Die neuen Vorschriften verlangen, dass sich Influencer als Gewerbe anmelden, sobald sie mit ihren Aktivitäten Gewinne erzielen wollen. Anschließend müssen sie unverzüglich eine Steuernummer beim zuständigen Finanzamt beantragen. Viele Content-Schöpfer verdienen monatlich beträchtliche Summen, arbeiten jedoch ohne ordnungsgemäße Anmeldung – ein Umstand, der die Behörden nun zum Handeln veranlasst hat.

Alle Einnahmequellen müssen offengelegt werden, sei es durch bezahlte Werbung, Merchandise-Verkäufe oder Provisionen aus Affiliate-Marketing. Selbst kostenlose Produkte oder Vorteile, die im Austausch für Reichweite gewährt werden, gelten als steuerpflichtiges Einkommen. Hier ist der marktübliche Verkaufspreis als Bemessungsgrundlage anzugeben.

Die Steuererklärung muss bis zum 31. Juli des Folgejahres abgegeben werden, wobei Fristverlängerungen möglich sind, wenn ein Steuerberater hinzugezogen wird. Influencer können ihre zu versteuernden Einnahmen durch Betriebsausgaben mindern – etwa für Equipment oder Reisekosten. Allerdings müssen sie sämtliche Belege und Finanzunterlagen für mögliche Betriebsprüfungen aufbewahren.

Gewerbesteuer fällt erst ab einem Jahresgewinn von 24.500 Euro an. Dennoch werden die Behörden genau hinschauen, sobald Einkünfte auf eine gewinnorientierte Tätigkeit hindeuten. Die Taskforce konzentriert sich insbesondere auf nicht deklarierte Einnahmen aus Werbung, Sponsoring und Affiliate-Partnerschaften.

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Die Verschärfung bedeutet, dass Influencer nun jede Einnahmequelle lückenlos dokumentieren und ordnungsgemäße Aufzeichnungen führen müssen. Wer sich nicht anmeldet oder Einkünfte verschweigt, riskiert Strafen seitens des Finanzamts. Ziel der neuen Regeln ist es, Schlupflöcher zu schließen, über die bisher Einnahmen unentdeckt blieben.