NRW-Regierung kehrt bei Dienstwagen zurück zum Diesel – warum E-Autos scheitern
Gotthold UllmannE-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Regierung kehrt bei Dienstwagen zurück zum Diesel – warum E-Autos scheitern
Nordrhein-Westfalens Landesregierung stellt Dienstwagen-Flotte um – einige Minister steigen von E-Autos auf Diesel um
In der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen gibt es eine Kehrtwende bei den Dienstwagen: Einige Minister verzichten auf Elektrofahrzeuge und setzen stattdessen wieder auf Dieselmodelle. Finanzminister Marcus Optendrenk tauschte kürzlich seinen elektrischen BMW i7 gegen einen Audi A8 mit Verbrennungsmotor – begründet mit praktischen Erwägungen. Der Schritt spiegelt die allgemeinen Herausforderungen wider, Nachhaltigkeit mit den Anforderungen langstreckiger Dienstreisen in Einklang zu bringen.
Optendrinks Entscheidung folgt auf Probleme mit seinem bisherigen BMW i7, dessen Reichweite bei längeren Fahrten an Grenzen stieß. Auch Bauministerin Ina Scharrenbach stieg aus ähnlichen Gründen auf ein Dieselauto um. Beide Minister setzen nun für ihre dienstlichen Fahrten auf herkömmliche Antriebe.
Unterdessen nutzen nur noch sieben der Kabinettsmitglieder rein elektrische oder Hybridfahrzeuge. Dazu zählen Mona Neubaur, Verena Schäffer, Benjamin Limbach und Silke Gorißen – einige von ihnen planen bereits die Anmietung neuer E-Modelle. Andere, wie Karl-Josef Laumann und Dorothee Feller, fahren weiterhin Hybrid- oder Elektroautos.
Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul bleiben hingegen in ihren gepanzerten Dienstlimousinen, die derzeit ausschließlich mit Verbrennungsmotoren erhältlich sind. In den kommenden Monaten laufen mehrere Leasingverträge für Regierungsfahrzeuge aus. Während einige Minister auf elektrische Nachfolger setzen, hat sich mindestens ein Ressortchef erneut für ein Dieselmodell entschieden.
Die Umstellungen verdeutlichen die anhaltende Debatte zwischen Alltagstauglichkeit und Nachhaltigkeit bei Behördenfahrzeugen. Während einige Politiker bei E-Autos oder Hybriden bleiben, kehren andere aus operativen Gründen zu Diesel zurück. Die nächsten Leasingentscheidungen werden zeigen, wie die Landesregierung ihre Dienstwagenpolitik künftig ausrichtet.
