NRW-Minister steigen von Elektro- auf Diesel-Dienstwagen um – warum die Wende kommt
Gotthold UllmannE-Auto weg - Finanzminister fährt wieder Diesel - NRW-Minister steigen von Elektro- auf Diesel-Dienstwagen um – warum die Wende kommt
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen vollzieht einen Wandel in ihrem Dienstwagen-Fuhrpark: Immer mehr Minister steigen von Elektro- auf Diesel-Fahrzeuge um. Finanzminister Marcus Optendrenk tauschte kürzlich seinen elektrischen BMW i7 gegen einen Audi A8 L 50 TDI Quattro mit Verbrennungsmotor aus – mit Verweis auf praktische Erwägungen. Die Umstellung spiegelt eine breitere Anpassung wider, da Leasingverträge auslaufen und neue Entscheidungen anstehen.
Optendrinks Wechsel folgte auf Probleme mit dem BMW i7, insbesondere dessen begrenzte Reichweite auf langen Strecken. Seine Rückkehr zum Dieselmodell entspricht einer ähnlichen Entscheidung von Bauministerin Ina Scharrenbach, die ebenfalls einen Diesel-Dienstwagen wählte. Beide setzen nun für dienstliche Fahrten auf Verbrennungsmotoren.
Ministerpräsident Hendrik Wüst und Innenminister Herbert Reul nutzen weiterhin gepanzerte Limousinen, die derzeit ausschließlich mit Verbrennungsmotoren erhältlich sind. Diese Fahrzeuge sind von der Umstellung auf Elektro- oder Hybridantriebe ausgenommen.
Von den 17 Kabinettsmitgliedern fahren nur noch sieben rein elektrische oder Hybridfahrzeuge – darunter Mona Neubaur, Verena Schäffer, Karl-Josef Laumann, Dorothee Feller, Benjamin Limbach, Oliver Krischer und Silke Gorißen. Ihre Leasingverträge stehen in den kommenden Monaten zur Verlängerung an, wobei einige bereits neue Elektromodelle bestellt haben.
Die aktuelle Liste der Landesregierung, die der dpa vorliegt, bestätigt den Trend. Während die genauen Modelle der meisten Minister nicht bekannt gegeben werden, zeigen die anstehenden Neuverträge, dass Neubaur, Schäffer, Limbach und Gorißen bei Elektro- oder Hybridfahrzeugen bleiben werden. Andere hingegen dürften wie Optendrenk und Scharrenbach auf Diesel-Alternativen setzen.
Die Entwicklung unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen bei der Nutzung von Elektrofahrzeugen im offiziellen Dienst – insbesondere bei Langstreckenfahrten. Mit dem Auslaufen der Leasingverträge wird sich die Dienstwagenwahl des Kabinetts voraussichtlich weiter zwischen Diesel- und Elektrooptionen aufteilen. Die Anpassungen des Fuhrparks werden auch künftig sowohl praktische Erfordernisse als auch politische Prioritäten widerspiegeln.
More NRW Ministers Shift to Diesel as Trend Grows
The trend of NRW ministers switching to diesel vehicles continues, with two more officials making the change:
- Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) has transitioned to a diesel car.
- Europaminister Nathanael Liminski (CDU) has also opted for a diesel model. This expands the list of ministers moving away from electric vehicles, reflecting ongoing practical concerns about range limitations.






