30 June 2026, 06:10

NRW-Bahnen reduzieren kurzfristige Zugausfälle drastisch – doch es gibt einen Haken

Weniger kurzfristige Zugausfälle in NRW

NRW-Bahnen reduzieren kurzfristige Zugausfälle drastisch – doch es gibt einen Haken

Bahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben kurzfristige Zugausfälle in diesem Jahr deutlich reduziert. Die Maßnahme folgt auf anhaltenden Personalmangel, der zuvor zu erheblichen Beeinträchtigungen im Fahrplan geführt hatte. Fahrgäste erleben nun weniger überraschende Störungen auf wichtigen Strecken.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2023 wurden deutlich weniger Züge kurzfristig gestrichen als noch 2022. Die Rhein-Wupper-Bahn (RB 48) verzeichnete einen Rückgang der spontanen Ausfälle um 72 Prozent. Die Ostwestfalen-Bahn (RB 72) konnte sogar einen noch stärkeren Rückgang von 82 Prozent verbuchen. Der Rhein-Münsterland-Express (RE 7) verzeichnete zwischen Januar und März eine Verringerung um 71 Prozent.

Um die Zuverlässigkeit zu erhöhen, haben die Betreiber das Angebot auf mehreren Linien angepasst und die Zahl der geplanten Fahrten reduziert. Dadurch gibt es zwar insgesamt etwa vier Prozent weniger Züge – die verbleibenden Verbindungen verkehren jedoch deutlich pünktlicher und planbarer. Auch bei den Rhein-Ruhr-Express-(RRX)-Linien sei ein spürbarer Rückgang der kurzfristigen Ausfälle zu verzeichnen, so die Verkehrsbehörden.

Langfristig soll bis Dezember 2025 auf möglichst vielen Strecken wieder der volle Fahrplan angeboten werden. Bis 2026 streben die Betreiber die vollständige Wiederherstellung des ursprünglichen Taktfahrplans an. Für Fahrgäste bedeutet die aktuelle Entwicklung vor allem eines: weniger unerwartete Ausfälle und mehr Planungssicherheit.

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