Nordstadtliga: Wie Fußball in Dortmund mehr als nur Tore schafft
Heinz-Josef ZirmeNordstadtliga: Wie Fußball in Dortmund mehr als nur Tore schafft
Dortmunds Nordstadtliga schenkt benachteiligten Kindern mehr als nur ein Fußballspiel
Die Nordstadtliga, die seit fünf Jahren unter der Leitung von Mirza Demirović steht, vermittelt nicht nur Fußball, sondern vor allem Verantwortungsbewusstsein, Respekt und Selbstorganisation. Was einst mit 2.000 Teilnehmenden begann, ist auf fast 16.000 angewachsen – seit drei Jahren gibt es zudem eine 3 Liga parallel zum Jungenwettbewerb.
Mirza Demirović kam mit 16 als Flüchtling aus Bosnien nach Dortmund. Heute leitet er die Nordstadtliga, ein zwölfwöchiges Programm, das vom Dortmunder Jugendamt und der Leuchte auf-Stiftung von Borussia Dortmund unterstützt wird. Hier zählt nicht der Sieg, sondern Fairplay und Eigenverantwortung – belohnt mit dem Respekt-Pokal.
Der Hauptpreis umfasst ein Training mit dem BVB, einen Stadionbesuch und eine Siegerfeier an einem Spieltag. Im vergangenen Jahr nahmen rund 50 Teams teil, ein Zeichen für das rasante Wachstum der Fußball heute. Ein junger Teilnehmer beschrieb sie einst als einen Ort, an dem sich niemand schämen muss. Über den Fußball hinaus hat die Liga Vereine dazu inspiriert, Mädchenmannschaften aufzubauen und so Chancen für junge Spielerinnen zu schaffen. Für ihr Engagement zur Förderung von Verständigung und Vielfalt erhielt sie den Julius-Hirsch-Preis des Transfermarkt.
Die Nordstadtliga wächst weiter und gibt Tausenden Kindern die Möglichkeit, Fußball zu spielen und gleichzeitig soziale Werte zu lernen. Mit der Unterstützung lokaler Organisationen und Borussia Dortmunds hat sich die Liga mit ihrem Fokus auf Respekt und Inklusion bundesweite Anerkennung erarbeitet. Der Respekt-Pokal bleibt ein Symbol für das, wofür das Programm steht: Fairness statt Konkurrenzdruck.
