06 February 2026, 12:13

Neues Drogenhilfezentrum in Köln: Hoffnung für Abhängige, Widerstand im Viertel

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße in Hong Kong, mit Schildern und Transparenten, mit Bäumen, glaswandigen Gebäuden, Fahrzeugen und Schildern auf beiden Seiten.

Neues Drogenhilfezentrum in Köln: Hoffnung für Abhängige, Widerstand im Viertel

Der Kölner Stadtrat hat ein neues Drogenhilfezentrum im Stadtteil Pantaleonsviertel genehmigt. Die Einrichtung soll kontrollierte Konsumräume, Hygieneangebote und Notunterkünfte bereitstellen. Doch der geplante Standort am Perlengraben stößt bereits jetzt auf Widerstand bei Anwohnern und Schulen.

Das Zentrum wird rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres unter strengen Auflagen der Stadt betrieben. Sein Hauptziel ist es, den öffentlichen Drogenkonsum zu verringern, indem Abhängigen ein sicherer, kontrollierter Rahmen geboten wird. Sozialdezernent Harald Rau betonte, dass Fachleute eine Ansiedlung solcher Einrichtungen in der Nähe bekannter Drogenszenen für besonders wirksam halten.

Anwohner am Perlengraben äußern jedoch Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Sauberkeit. Bei Protesten wurde gefordert, konkreter darzulegen, wie mit den Abhängigen umgegangen wird und welche Auswirkungen das Zentrum auf das Viertel haben könnte. Parallel zur neuen Einrichtung plant die Stadt, im Umfeld härter gegen öffentlichen Drogenkonsum vorzugehen.

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Bis 2027 will Köln mindestens zwei weitere Suchthilfeeinrichtungen eröffnen. Fest stehen bereits Standorte in Nippes (Stadtteil Weidenpesch) und Kalk; zudem sind zusätzliche Mittel für Präventionsprogramme vorgesehen. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Suchterkrankungen vorzubeugen und das Hilfsangebot in der gesamten Stadt auszubauen.

Das neue Zentrum im Pantaleonsviertel bietet Abhängigen eine ganztägige Betreuung mit medizinischer Aufsicht und Unterkunftsmöglichkeiten. Weitere Einrichtungen sind geplant, doch über genaue Standorte und Zeitpläne wird noch verhandelt. Die Stadt setzt auf eine Kombination aus schärferen Sanktionen und erweitertem Hilfsangebot, um den drogenbedingten Herausforderungen zu begegnen.