Neuer Name und Schulentwicklungsplan stärken Bildung im Rheinisch-Bergischen Kreis
Gotthold UllmannNeuer Name und Schulentwicklungsplan stärken Bildung im Rheinisch-Bergischen Kreis
Der Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises hat zwei wegweisende Beschlüsse für die lokale Bildungslandschaft gefasst: Eine Förderschule in Refrath wird künftig den Namen Margot-Friedländer-Schule tragen, und ein neuer langfristiger Entwicklungsplan für die Berufskollegs wurde verabschiedet. Beide Maßnahmen sollen die Bildungsqualität und -chancen in der Region nachhaltig stärken.
Die Umbenennung der Verbundschule Mitte in Bergisch Gladbach-Refrath ging auf einen Vorschlag der Schulgemeinschaft zurück. Im Juli 2025 stimmte die Schulkonferenz einstimmig dafür, die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit der Namensgebung zu ehren. Eine anschließende Abstimmung im Kreistag bestätigte den Beschluss. Der neue Name unterstreicht das Engagement der Schule für Demokratie, Respekt, Toleranz, friedliches Zusammenleben sowie gegen Rassismus und Gewalt.
Zudem billigte der Kreistag den ersten Schulentwicklungsplan für die Berufskollegs des Kreises, der die Planung bis 2031 abdeckt. Der Plan setzt sich mit Herausforderungen wie dem demografischen Wandel, veränderten Bildungsbiografien, der Digitalisierung und den Anforderungen des Arbeitsmarktes auseinander. Auf Basis von Datenanalysen enthält er Empfehlungen zur Verbesserung der beruflichen Ausbildung, zur Stärkung der Schulstandorte und zum Ausbau digitaler Lehrformate. Die Kreisverwaltung wird die Vorschläge nun konkretisieren und schrittweise umsetzen – begleitet von regelmäßigen Fortschrittsberichten.
Die Margot-Friedländer-Schule wird ihre Werte unter dem neuen Namen weiterführen, während der Schulentwicklungsplan eine klare Strategie für die berufliche Bildung im Rheinisch-Bergischen Kreis vorgibt. Beide Initiativen zielen darauf ab, ein ausgewogeneres, zugänglicheres und zukunftsfähiges Bildungssystem für die Region zu schaffen.






