21 February 2026, 06:11

Neue Hoffnung im ungelösten Mordfall Seçkin Çağlar nach 32 Jahren

Ein Bild eines Mannes in einem schwarzen Anzug, weißem Hemd und schwarzer Krawatte mit ernstem Gesichtsausdruck, gefächteten Händen und zurückgekämmten Haaren, begleitet von zwei kleineren Fotos von ihm und fett gedrucktem Text über seine Verbrechen.

Mord an Teenager vor 35 Jahren: Köln-Kalter Fall im TV - Neue Hoffnung im ungelösten Mordfall Seçkin Çağlar nach 32 Jahren

Ein 32 Jahre alter Mordfall in Köln wird neu aufgerollt. Die Polizei sucht weiterhin nach dem Mörder der 16-jährigen Seçkin Çağlar, die im Oktober 1991 tot aufgefunden wurde. Der ungelöste Fall soll nun in einer bundesweiten Fernsehsendung vorgestellt werden – in der Hoffnung, neue Hinweise zu erhalten.

Seçkin Çağlar wurde zuletzt am Abend des 23. Oktober 1991 lebend gesehen. Sie hatte gerade eine Straßenbahn in der Nähe ihrer Wohnung im Stadtteil Poll verlassen, nachdem sie ihre Ausbildung beendet hatte. Am nächsten Morgen wurde ihre Leiche in der Nähe der Haltestelle Köln-Poll entdeckt. Die Ermittler bestätigten später, dass das Mädchen vergewaltigt und erwürgt worden war.

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In den Jahren nach dem Mord führte die Polizei eine groß angelegte DNA-Reihenuntersuchung durch. Hunderte Männer mit Bezug zum Stadtteil Poll wurden getestet, doch es gab keine Übereinstimmungen. Trotz aller Bemühungen verlief die Spur im Sande.

2023 nahm sich die Cold-Case-Einheit der Kölner Polizei den Fall erneut vor. Nun wendet sie sich an die Öffentlichkeit um Hilfe. Der Fall wird am 25. Februar 2023 in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY … ungelöst" präsentiert. Markus Weber, Leiter der Cold-Case-Ermittlungen, wird in der Sendung auftreten und um Mithilfe bitten.

Die Ermittler hoffen, dass Zuschauer sich an Details erinnern, die den Fall endlich aufklären könnten. Besonders interessieren sie sich für Hinweise von Personen, die sich zur Tatzeit im Stadtteil Poll aufgehalten haben.

Der Mord an Seçkin Çağlar zählt zu den ältesten ungelösten Verbrechen Kölns. Mit der TV-Ausstrahlung wollen die Ermittler Zeugen erreichen, die sich bisher noch nicht gemeldet haben. Jede neue Information könnte helfen, einen Fall zu schließen, der seit über drei Jahrzehnten offen ist.