28 June 2026, 12:09

Netzeband verwandelt sich in ein magisches Freilichttheater für Dylan Thomas' Milchwald

Die Magie des Milchholzes

Netzeband verwandelt sich in ein magisches Freilichttheater für Dylan Thomas' Milchwald

Netzeband, ein kleines Dorf in Brandenburg, verwirklicht diesen Sommer eine groß angelegte Freilichtinszenierung von Dylan Thomas’ Hörspiel Unter dem Milchwald. Die Produktion ist Teil des Theatersommers Netzeband, eines Festivals, das Kultstatus erreichen will – ähnlich wie Salzburgs Jedermann oder die Oberammergauer Passionsspiele.

Hinter der kulturellen Wiederbelebung Netzebands und dem Theatersommer-Festival steht Frank Matthus, Schauspieler, Regisseur und Autor. Gemeinsam mit seinem künstlerischen Partner Jürgen Heidenreich, der 2003 verstarb, entwickelte er das Festival. Zu dessen besonderem Charme gehören Puppen aus Alltagsgegenständen – etwa ein Dachlattenkörper, über den Stoffe drapiert werden.

Der Ort selbst wurde maßgeblich vom Landschaftsarchitekten Horst Wagenfeld geprägt. Er rettete die örtliche Kirche und die Dorfkneipe, formte die Erde zu einem grasbewachsenen Amphitheater um. Besucher entdecken in Netzeband auch das Wort „LLAREGGUB“ in großen weißen Lettern – den Namen des fiktiven Dorfes aus Unter dem Milchwald.

Vor seinem Konzert in der Temnitzer Kirche wird der in den USA geborene Tenor J. Warren Mitchell in Netzeband Opernarien aufführen. Die umliegende Kyritz-Ruppiner Heide beherbergt unterdessen 79 Vogelarten, davon 28 gefährdete. Wenn der Regionalexpress 6 den Bahnhof verlässt, begleitet ein Chor aus Vogelgesang die Abfahrt.

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Das Festival verbindet Theater, Musik und Natur auf einzigartige Weise. Der Theatersommer Netzeband will Spuren in der deutschen Kulturlandschaft hinterlassen – und zieht mit seiner Mischung aus Kunst und ländlichem Charme weiterhin Besucher in diese stille Ecke Brandenburgs.

Quelle