23 December 2025, 10:31

Nach 85 Jahren: Kölns Großmarkt schließt

Ein Markt mit einer mittigen Eingangstür, Mülltonnen daneben, einer Reihe von Einkaufswagen auf der linken Seite, Deckenbeleuchtung und wenigen Menschen, die Produkte betrachten.

Nach 85 Jahren: Kölns Großmarkt schließt

Nach 85 Jahren: Kölner Großmarkt schließt seine Pforten

Ein Stück Geschichte geht zu Ende: Nach 85 Jahren schließt der Großmarkt im Kölner Stadtteil Raderberg.

  1. Dezember 2025, 06:07 Uhr

Der historische Großmarkt im Kölner Stadtteil Raderberg stellt nach 85 Jahren seinen Betrieb ein. Die Stadt hat alle Händler aufgefordert, die Hallen bis Ende 2023 zu räumen, um Platz für das neue Wohn- und Gewerbegebiet Parkstadt Süd zu schaffen. Die Marktteilnehmer stehen nun vor der Herausforderung, Alternativen zu finden, während die Schließung des Standorts immer näher rückt.

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Das Aus für den Großmarkt markiert das Ende einer Ära: Seit seiner Eröffnung im Jahr 1938 war er ein zentraler Umschlagplatz für Lebensmittel und Waren. Doch die städtischen Pläne zur Neugestaltung des Viertels ließen den Händlern keine andere Wahl, als umzuziehen. Versuche, einen neuen Großhandelsstandort in Köln zu etablieren, scheiterten, nachdem Investoren wenig Interesse zeigten und die Stadt ihre ursprünglichen Pläne zurückfuhr.

Nevzat Taşkıran, Geschäftsführer des Familienunternehmens Taşkıran Handel GmbH und eine prägende Figur des Marktes, versuchte, einen gemeinsamen Umzug der Händler zu organisieren. Doch viele zögerten, sich zu verpflichten. Als Übergangslösung sicherten Taşkıran und andere ein Lager auf der rechten Rheinseite. Dort wird jedoch nur ein Bruchteil des bisherigen Sortiments angeboten – ein schwacher Ersatz für die Vielfalt in Raderberg.

Die eingeschränkte Auswahl zwingt Händler und Gastronomen nun, quer durch Köln zu fahren, um alle benötigten Waren zu beschaffen. Die Lagerlösung mildert zwar die Engpässe, kann aber weder den Umfang noch die Bequemlichkeit des alten Marktes ersetzen.

Bis Dezember wird das Gelände in Raderberg geräumt sein und Platz für die Parkstadt Süd machen. Die Händler haben sich notdürftig angepasst, doch das neue Lager bietet nur begrenzte Entlastung. Die Schließung bedeutet für viele Betriebe längere Beschaffungswege und weniger Optionen in der Stadt.