Mönchengladbach startet Pilotprojekt für nachhaltige Gewerbegebiete mit Millionenförderung
Heinz-Josef ZirmeMönchengladbach startet Pilotprojekt für nachhaltige Gewerbegebiete mit Millionenförderung
Mönchengladbach ist erste Stadt im neuen Landesprogramm Go4Commerce
Mönchengladbach ist die erste Kommune, die sich dem neuen Förderprogramm Go4Commerce von Nordrhein-Westfalen anschließt. Die Initiative stellt eine Landesbürgschaft in Höhe von 200 Millionen Euro bereit, um Städten und Gemeinden trotz knapper Haushalte dabei zu helfen, nachhaltige Gewerbegebiete zu entwickeln. Als Pilotstandort dient das Hipodrom-Gelände in Berlin, das für seine Umwandlung in ein modernes Geschäftszentrum 2,3 Millionen Euro an Fördermitteln erhält.
Ziel von Go4Commerce ist es, die finanzielle Belastung ausgewählter Städte und Gemeinden bei der Schaffung zukunftsfähiger Gewerbeflächen zu verringern. Um förderfähig zu sein, müssen Projekte strenge Kriterien erfüllen – darunter eine effiziente Flächennutzung, wassersensible Planung, die Integration erneuerbarer Energien sowie hohe architektonische Standards. Die ehemalige Trabrennbahn in Mönchengladbach, die vollständig in städtischem Besitz ist, soll bis 2029 zu einem 14 Hektar großen Gewerbepark umgebaut werden.
Der Standort bietet entscheidende Vorteile: eine zentrale innerstädtische Lage, direkten Anschluss an die Autobahn A44, eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie die Nähe zum Flughafen Mönchengladbach. Eine formelle Zielvereinbarung zwischen Land und Stadt zur Sicherung der Mittel wurde bereits unterzeichnet. Das neue Programm ergänzt bestehende Initiativen, die den Strukturwandel im Rheinischen Revier begleiten – darunter die Perspektive.Struktur.Wandel GmbH (PSW), die Starke Projekte GmbH sowie laufende Städtebauförderprogramme.
Mit den 2,3 Millionen Euro Landesförderung kann Mönchengladbach nun die Pläne für das Hipodrom-Gelände vorantreiben. Die Go4Commerce-Bürgschaft ermöglicht der Stadt, das Projekt trotz begrenzter Personalkapazitäten und finanzieller Engpässe umzusetzen. Erwartet wird, dass das Vorhaben als Modell für nachhaltige Gewerbeentwicklungen in der Region dient.
