Mönchengladbach gewinnt hitziges Rhein-Derby nach VAR-Chaos gegen Köln
Heinz-Josef ZirmeMönchengladbach gewinnt hitziges Rhein-Derby nach VAR-Chaos gegen Köln
Borussia Mönchengladbach sichert sich einen 3:1-Sieg im hitzigen Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln
In der emotional aufgeladenen Partie zwischen den Erzrivalen gab es gleich drei Elfmeter – zwei davon wurden nach Eingreifen des Videobeweises zurückgenommen. Nach dem Spiel üben Kölns Trainer und Sportdirektor scharfe Kritik an der Schiedsrichterleistung.
Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte zunächst einen Handspielverstoß von Mönchengladbachs Kristoffer Lund übersehen. Erst nach Hinweis des VAR wurde der erste Elfmeter gegeben, den Haris Tabaković jedoch nicht verwandeln konnte. Später räumte Aytekin ein, ein Foul an Kölns Ragnar Ache nicht gesehen zu haben, und bezeichnete die spätere Elfmeterentscheidung als "hart". Die Strafe war nach einer direkten Knieberührung gefallen, die erst im Videobewertungsraum erkennbar war.
Mönchengladbachs zweiter Elfmeter, erfolgreich von Kevin Diks verwandelt, besiegelte die Führung. Köln gelang zwar noch der Anschlusstreffer durch Luca Waldschmidts verwerteten Strafstoß, am Ende stand jedoch ein 3:1 für die Gastgeber.
Nach dem Spiel wetterte Kölns Trainer Lukas Kwasniok gegen den Videobeweis: "Ich mag den VAR nicht. Ich hasse den VAR. Er verfälscht alles. Ich habe das Gefühl, der VAR ist jetzt der Chef – und nicht mehr der Schiedsrichter." Auch Sportdirektor Thomas Kessler hinterfragte, wann Schiedsrichter den Monitor zu Rate ziehen sollten, und zeigte sich frustriert über die Entscheidungen.
Der Sieg bringt Mönchengladbach in der Tabelle voran, während Kölns Vorwürfe die anhaltenden Diskussionen um die Rolle des Videobeweises unterstreichen. Aytekins Eingeständnis, zentrale Szenen verpasst zu haben, heizt die Debatte über die Einheitlichkeit der Schiedsrichterleistungen weiter an.






