Mönchengladbach diskutiert Freiheit: Künstler Tilly und die Macht der Satire
Heinz-Josef ZirmeMönchengladbach diskutiert Freiheit: Künstler Tilly und die Macht der Satire
Neue Diskussionsreihe in Mönchengladbach: Freiheit und Gleichheit im Fokus
Die Stadtbibliothek Mönchengladbach startet eine neue Veranstaltungsreihe, die sich mit den Themen Freiheit und Gleichheit auseinandersetzt. Vier Abende bringen Akteur:innen aus Politik, Kunst, Medien und Jugendorganisationen zusammen. Die nächste Ausgabe unter dem Titel „In Bewegung“ widmet sich am Donnerstag, dem 15. Januar 2025, den Menschenrechten im öffentlichen Raum.
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr im WandelSaal der Zentralbibliothek im Carl Brandts Haus. Als Gäste führen der Düsseldorfer Bildhauer und Karnevalswagen-Gestalter Jacques Tilly sowie Uwe-Jens Ruhnau, Chefredakteur der „Rheinischen Post“, durch den Abend. Tilly, bekannt für seine satirischen Werke, in denen er Politiker wie Wladimir Putin auf die Schippe nimmt, sieht sich derzeit in Russland mit einem Gerichtsverfahren konfrontiert. Ihm wird vorgeworfen, durch seine Kunst „Falschnachrichten“ über die russische Armee verbreitet zu haben. Seine Wagenbau-Kreationen haben immer wieder Debatten über künstlerische Freiheit und Widerstand ausgelöst.
Die Reihe versammelt Vertreter:innen aus Jugendparlamenten, Studierendenvertretungen, ehrenamtlichen Initiativen und der Kommunalpolitik. Jeder Abend soll einen offenen Austausch über drängende gesellschaftliche Fragen anregen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. „In Bewegung“ ist bereits die vierte Ausgabe des Programms der Stadtbibliothek. Die Organisator:innen hoffen, mit der Veranstaltung das Bewusstsein für die Rolle öffentlicher Räume bei der Wahrung – oder Einschränkung – von Menschenrechten zu schärfen.
Der Abend am 15. Januar wird sich insbesondere den Herausforderungen widmen, vor denen Künstler:innen und Journalist:innen stehen, wenn sie politische Themen behandeln. Tillys anhaltender Rechtsstreit in Russland verleiht der Debatte über Meinungsfreiheit zusätzliche Brisanz. Die Veranstaltung steht allen offen und bietet die Gelegenheit, mit lokalen und überregionalen Persönlichkeiten über Rechte und bürgerschaftliches Engagement ins Gespräch zu kommen.
