06 February 2026, 06:17

Mönchengladbach baut Ganztagsbetreuung für Grundschüler massiv aus – 1.310 neue Plätze bis 2026

Eine Schule mit einem vor ihr geparkten Auto, das ein Willkommensschild, Topfpflanzen, Bäume, Menschen, Pfosten, Drähte und einen bewölkten Himmel zeigt.

Mönchengladbach baut Ganztagsbetreuung für Grundschüler massiv aus – 1.310 neue Plätze bis 2026

Mönchengladbach erweitert sein Programm der Offenen Ganztagsschule (OGS), um eine ganztägige Betreuung für Schülerinnen und Schüler der ersten bis vierten Klasse anzubieten. Bis 2026 sollen 1.310 neue Plätze entstehen – damit positioniert sich die Stadt als Vorreiter in Nordrhein-Westfalen bei der frühkindlichen Bildungsförderung. Die Verantwortlichen haben ihren Plan nun dem Jugendhilfeausschuss vorgestellt; die endgültige Entscheidung steht im März an.

Am 4. März stimmt der Stadtrat über die OGS-Ausweitung ab. Bei einer Zustimmung würde das Programm ab dem Schuljahr 2026/272.175 Ganztagsplätze garantieren – genug für 75 Prozent aller Erstklässler. Kinder, die bereits eine ganztägige Betreuung nutzen, behalten ihre Plätze, sodass der Übergang ohne Unterbrechungen verläuft.

Zur Vorbereitung werden Schulen wie die Annaschule umgebaut: Größere Küchen, erweiterte Mensen und neue Multifunktionsräume entstehen, um den steigenden Bedarf an Mahlzeiten und Aktivitäten über den Tag hinweg zu decken.

Doch die Expansion hat ihren Preis. Jeder neue Platz kostet die Stadt über 1.000 Euro pro Monat, sodass die zusätzlichen Ausgaben die Millionengrenze überschreiten. Mönchengladbach kritisiert, dass das Land nur minimale Fördermittel bereitstellt, und sucht nun nach politischer Unterstützung, um die finanzielle Last zu teilen.

Während die Stadt voranschreitet, zeigt eine aktuelle Umfrage: 62 Prozent der Schulleitungen in Nordrhein-Westfalen erwarten, bereits im nächsten Schuljahr eine vollumfängliche Ganztagsbetreuung einzuführen. Gleichzeitig hält etwa ein Drittel das Ziel für ihre Schulen für unrealistisch.

Der OGS-Plan geht nun in die finale Abstimmung im Stadtrat. Bei einer Annahme würde Mönchengladbach zu den ersten Kommunen der Region gehören, die eine flächendeckende Ganztagsbetreuung für jüngere Schüler umsetzen. Der Erfolg des Programms hängt jedoch davon ab, weitere Mittel zu sichern und die Schulmodernisierungen termingerecht abzuschließen.

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