Mike Tullbergs kurzes Gastspiel als Dortmunds Interimstrainer prägte die Saison 2025
Gotthold UllmannMike Tullbergs kurzes Gastspiel als Dortmunds Interimstrainer prägte die Saison 2025
Mike Tullbergs kurze Amtszeit als Interimstrainer von Borussia Dortmund zu Beginn des Jahres 2025 hinterließ einen bleibenden Eindruck. Zwar entschied sich der Verein später für Niko Kovač als festen Cheftrainer, doch Tullbergs Leidenschaft und Professionalität verschafften ihm Respekt bei Spielern und Fans gleichermaßen. Nun erfolgreich beim FC Midtjylland, bleibt seine Zeit in Dortmund ein bemerkenswertes Kapitel seiner Karriere.
Tullberg übernahm im Januar 2025 nach dem Abgang von Nuri Şahin die Geschicke als Übergangstrainer, während Dortmund in der Bundesliga mit Schwierigkeiten kämpfte. In drei Ligaspielen holte seine Mannschaft ein Unentschieden und erlitt zwei Niederlagen – im Schnitt nur 0,33 Punkte pro Spiel. Trotz der mäßigen Ergebnisse sorgten seine emotionalen Jubelszenen an der Seitenlinie – besonders nach einem seltenen Sieg – für Bewunderung wie Kritik, darunter auch eine öffentliche Rüge des Experten Didi Hamann.
Innerhalb des Vereins traf Tullbergs Führung jedoch auf große Zustimmung. Mittelfeldspieler Emre Can hielt eine berührende Rede vor der Mannschaft, in der er die Unterstützung der Kabine für den Trainer betonte. Als die Vereinsführung schließlich Niko Kovač als langfristige Lösung bestimmte, nahm Tullberg die Entscheidung gelassen hin und beteuerte, keine Enttäuschung zu empfinden.
Sein Engagement in Dortmund endete damit nicht. Nach Jahren in verschiedenen Trainingsfunktionen verließ er den Verein im September, um den FC Midtjylland zu übernehmen. Der Wechsel zahlte sich aus: Unter seiner Leitung sammelte das dänische Team in 30 Spielen durchschnittlich 2,00 Punkte pro Partie – ein deutlicher Kontrast zu seiner kurzen Bundesliga-Amtszeit.
Tullbergs Interimsphase in Dortmund mag nur von kurzer Dauer gewesen sein, doch sie zeigte sein Talent, sowohl auf als auch neben dem Platz zu begeistern. Sein aktueller Erfolg mit Midtjylland unterstreicht eine Trainingsphilosophie, die auf Intensität und Verbundenheit setzt. Für Dortmund bleibt seine Amtszeit eine Erinnerung an die schmalen Gratwanderungen im Spitzenfußball.






